Fesenjun: Walnuss-Granatapfel-Hähnchen aus dem Iran

Dass die Perser Helden der Kulinarik sind, hatten wir ja schon mal ausführlich in unserem Reisebericht geschildert. Unser absoluter Favorit der iranischen Küche ist Fesenjun. Ein herrlich eigener Geschmack, leicht säuerlich, nussig und einfach seelestreichelnd.

Zutaten:

  • 250 g Walnüsse
  • 1 kg Hühnchen (Schenkel oder Brust) ohne Knochen, in kleine Stücke geschnitten, abgetupft und gesalzen
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 300–400 ml Hühnerbrühe
  • 5 EL Granatapfelsirup
  • 2–3 EL Zucker
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/4 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • Evtl. ein paar Granatapfelkerne zum Garnieren

Zubereitung:

  • Die Walnüsse in der Pfanne anrösten und mahlen.
  • Das Hühnchen etwas salzen und mind. 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Dann in einer Pfanne 1 EL Butter und 2 EL Butter erhitzen und das Fleisch darin anbraten, bis es eine schöne Farbe hat (evtl. in Schüben, damit die Stücke nicht zu viel Wasser abgeben). 
  • Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und den Rest Öl und Butter in die Pfanne geben. Darin die Zwiebeln glasig anschwitzen.
  • Brühe und Fleisch mit in die Pfanne geben, kurz aufkochen und dann 30 Minuten leicht köcheln lassen.
  • Jetzt Walnüsse, Granatapfelsirup, Zucker und Gewürze mit einrühren und alles 1 Stunde mit geschlossenem Deckel bei sehr niedriger Hitze köcheln lassen. Immer wieder mal umrühren, damit nix anbrennt.
  • Fertig ist’s, wenn das Hühnchen schön zart ist und fast zerfällt auf der Gabel. Mit Zucker und Salz abschmecken, mit den Granatapfelkernen garnieren und am besten mit Safranreis servieren.

Kurzanleitung für Safranreis (unsere einfache Version, der echte persische ist aufwendiger, dafür aber zugegebenermaßen noch leckerer):

  • 300 g Basmatireis sehr gut waschen und in leicht gesalzenem Wasser ganz normal gar kochen. Dann abgießen.
  • Ein paar Safranfäden (ruhig sparsam sein) fein mörsern und mit ca. 2 EL Wasser verrühren. So kann sich der Geschmack dann richtig gut im Reis verteilen.
  • Safrangemisch und ordentlich Butter unter den warmen Reis rühren. 
  • Reis auf einen Teller geben und mit Pistazien, Berberitzen und/oder Rosinen verzieren. Wer mag, kann die Berberitzen und Rosinen auch vorher in Wasser einlegen.
Safran-Wasser-Gemisch

Zu dem Reisbild oben muss man sagen, dass wir dafür von unseren persischen Freunden gescholten wurden. Viel zu wenig Butter! Also, niemals an der Butter sparen. Eh eine gute Lebenseinstellung.

Musikempfehlung: Mohsen Yeganeh — Passing

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