Apples, Hamburg

Wenn man im Hamburger Sommer was zu feiern hat – der Sommer selbst wird’s wohl nie sein – gibt es eine ganz wunderbare Institution. Irgendein Schlauer hat nämlich den Schlemmer Sommer erfunden. Da fürchten tolle Restaurants das Sommerloch und verchecken ihre Menüs für schlappe 60 Euro für zwei. Wir hatten gestern gleich zwei Feiergründe und probierten das Apples aus. Und hüpften danach unglaublich vergnügt nach Hause…

Das Menü:


Kleines Amuse Gueule aus Limetten Panna Cotta und Sockeye Lachs (der uns gleich in der Vorspeise noch mal begegnete). Der Sockeye hat eine festere Konsistenz und schmeckt weniger fischig als der normale Räucherlachs. Die Limettenkresse gab dem Ganzen noch einen guten Schubs in Richtung supadupa. Unbedingt zu empfehlen, werde es definitiv mal nachkochen.

Mein Lieblingsgang: Jede Zutat brachte eine souveräne Note rein: der Lachs, das Merrettich-Eis, die Orangensoße…Die schwarzen Tupfen waren übrigens Knoblauch. Tja und…die Limettenkresse musste wohl weg.

Limetten-Kokos-Chili-Suppe mit karamelisierter Melone. In der Suppe waren auch kleine Melonenstückchen, was das Cremige schön frisch machte. Mmmh! Auch hier die Limettenkresse.

Der Hauptgang bestand aus Perlhuhn mit herrlich knusperiger Haut, Holunderschaum, Pfifferling-Ravioli, Heidekartoffelbrei und Aprikosen. Für meinen Geschmack etwas viel gewollt. Passte alles zu gut zusammen und mir hat was Frisches gefehlt. Die einzelnen Zutaten waren allerdings auf den Punkt und hätten es durchaus verdient gehabt, eine wichtigere Rolle im großen Getöse einzunehmen.

Erdbeeren mit weißer Schoki, Zitronengelee und Zitronenkaramell. Wieder einzeln betrachtet fein, aber in der Kombination doch ein paar Spuren zu süß. Macht nichts, wir gossen mit Lagavulin etwas Torf nach und freuten uns des Lebens.

One thought on “Apples, Hamburg

  1. aaaalso. da geb ich meinen senf dazu: erstma is der hamburcher sommer auf jeden fall wunderbar und feierwürdig. außerdem fand ich den hauptgang schon ganz gelungen — war jetzt schon weniger aufregend als die vorspeise, aber zu gewollt war es nicht. sogar vielleicht eher einen tick zu harmonisch und bodenständig. jedenfalls bei mir ganz gut angekommen. ansonsten gehe ich vollkommen d’accord!

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