Wenn die Schweiz mit der Karibik: Kochbananen-Röstis

Vor Kurzem war es wieder soweit, ein paar Kochbananen lachten uns an und machten es sich schwups in unserem Einkaufskorb gemütlich. Und das, obwohl wir schlechte Erfahrungen hinter uns haben. Am guten alten Viktualienmarkt empfahl man uns seinerzeit, die Kochbananen einfach in der Pfanne zu frittieren. Sie schmeckten nach Stärke, Staub und exotischem Fliegenmehl.

Also ein neuer Versuch. Diesmal durfte sich unsere Banane mit Zucchini vereinen. Und tatsächlich, sie hat sich unserer erwärmt und war wunderbar zart und aromatisch.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 grüne Kochbanane*
  • 1/2 Zucchini
  • 1 große Kartoffel
  • 1/4 Zwiebel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Ei
  • 1 EL Stärke
  • Butter zum Anbraten
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • Cayennepfeffer, Salz
* Es gibt wohl bei Kochbananen drei Reifestadien mit unterschiedlichen Zubereitungsarten:
grün-gelb: wie Kartoffeln zu verwenden
gelb: am besten braten, kochen, zu Pürree verarbeiten, frittieren oder backen
schwarz: Jetzt sind sie süß und gut für Nachspeisen oder Kuchen

Für die Dips:

  • 1/2 Becher Creme Fraiche
  • 1 TL Honig
  • Zimt, Kardamom, Pfeffer, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer
  • 1/2 Becher Creme Fraiche
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL gehakte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Also los. Erst mal die Zucchini reiben und dann in einem Sieb auspressen, damit sie nicht mehr so feucht ist. Danach Kartoffel, Banane reiben und Zwiebel und Frühlingszwiebel klein hacken. Jetzt alles mit den anderen Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und vermischen.

Dann eine Pfanne mit Butter erhitzen und pro Rösti einen Esslöffel von der Masse in die Pfanne geben. Mit der Löffelrückseite könnt ihr sie schön platt drücken. Von jeder Seite bei mittlerer Hitze ca. 3  Min. rösten.

Tja und die Dips sind ganz einfach. Creme Fraiche mit den Zutaten mischen und mit den Gewürzen abschmecken.

Und mit dieser Musikempfehlung kommt sogar ohne Bananen Südseestimmung auf: Buena Vista Social Club – Chan Chan

PS: Von meiner puertoricanisch-texanischen Gastmutter wurden mir oft hervorragende „Kochbananen-Fladen“ vorgesetzt. Sie wurden frittiert und schmeckten erst, nachdem man sie drei oder viermal heruntergewürgt hat und sich an den Geschmack gewöhnt hat. Dann waren sie aber ein Gedicht. Wenn jemand ein ähnliches Rezept kennt – bitte bitte an mich 🙂

 

Gnocchi mit Zucchini

Das ist so lecker … Wahnsinn!

Für die Gnocchi muss man zwar etwas Zeit einplanen, die Zubereitung ist aber sehr einfach.

Man braucht:

  • 1 kg Kartoffeln (weichkochend)
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei

Die Kartoffeln kochen und dann stampfen oder pürieren (je nachdem, wie grob oder fein man die Gnocchi gern mag). Dann den Brei auf ein Backblech geben und sukzessive das Mehl einkneten. Zwischendurch das Ei dazu, aber erst, wenn die Kartoffeln nicht mehr ganz heiß sind. Solange Mehl dazu geben, bis der Teig nicht mehr ganz schlimm klebt. Ein bisschen darf er.

Dann sollte man den Teig am besten etwas im Kühlschrank ruhen lassen.

Jetzt Hände einmehlen und kleine Kügelchen aus dem Teig formen und auf eingemehltem Backpapier parken. Mit einer Gabel eindrücken. Die Gabel dabei immer wieder in Mehl tunken.

Dann in nicht mehr kochendes, gesalzees Wasser schmeißen und warten, bis die Teiglein an die Oberfläche hochblubbern. Dann abschöpfen. So hier:

Für den Zucchini-Jazz einfach Zucchini in Scheiben schnippeln und in Olivenöl mit Rosmarin, Knoblauch, Chili, Oliven und getrockneten Tomaten anbraten.

Das fertige Gericht mit etwas Olivenöl besprenkeln, salzen und pfeffern und Parmesan drüber reiben.

Bei den ganzen „cch“s und dem italoromanischen Gesamtzusammenhang kann nur einer als Musikempfehlung taugen: Zucchero – Baila (und dass, obwohl der Herr da eindeutig was von Miracoli singt).