Acai-Milchreis

 

So ganz traut sich der Sommer ja nicht raus, vielleicht muss man ihn ein bisschen mit der brasilianischen Acai-Beere inspirieren.

Die habe ich neulich von “nu3 – Die Nährstoffextperten” (http://www.nu3.de/) in Pulverform zum Probieren bekommen. So sieht das aus:

Wir hatten ja vor einiger Zeit schon mal ein Rezept aus unserem Brasilienurlaub mitgebracht (hier isses), dort wird die frische, pürierte Frucht am liebsten als Sorbet gefuttert. Heute aber soll es mal eine etwas gewagtere Kombi geben: Acai mit Milchreis. Oder eher umgedreht.

Zunächst mal kurz was Allgemeines zur Beere. Sie schmeckt pur sehr gewöhnungsbedüftig, da ziemlich bitter. Wenn man sie aber mit etwas Süßem (z.B. Guaranasirup) mischt, erinnert ihr Geschmack an schwarze Johannisbeeren oder Brombeeren. Sehr voll und fruchtig. Ich streu mir gerne ein Löffelchen ins Müsli, das bekommt dann auch gleich eine super Farbe. Abgesehen vom leckeren Geschmack soll die Beere auch sehr gesund sein und verjüngend wirken. Wenn man sich die Hüpfer an der Copacabana anschaut, glaubt man das gern.

Acai wächst übrigens auf einer Palme (Euterpe oleracae), die ganz nebenbei auch die größte Quelle für Palmherzen ist. Palmherzen sind ja auch so toll, besonders mit Ananas und Mayo – aber das ist ein anderes Thema.

Tja, hierzulande kann man Acai in verschiedenen Formen bekommen (am besten ist natürlich die tiefgefrorene, pürierte Beere, aber eher schwieriger zu besorgen). Ich hab hier das Pulver vorliegen (Fine Fruits Acai Bio). Durch die Gefriertrocknung wird das Wasser entzogen, sonst wird aber nichts verändert oder hinzugegeben. Es schmeckt auch wirklich sehr ähnlich wie das frische. Und so sieht’s aus:

Also dann mal ran an den Milchreis.

Zutaten (4 Personen):

  • 200 g Milchreis
  • 800 ml Milch
  • 20 g Acai
  • 40 ml Guaranasirup (zur Not durch Honig zu ersetzen)
  • Abrieb einer Limette
  • 20 g Zucker
  • evtl. etwas Minze zum Garnieren

Milchreis und Milch auf niedriger Flamme ca. 20 Min. köcheln. Dann Acai und Guaranasirup einrühren und nochmal 10 Minuten weiterköcheln lassen. In Schälchen füllen und abkühlen lassen.

Den Zucker mit dem Limettenabrieb mischen und vor dem Servieren über den Milchreis streuen. Wer will steckt noch ein Blättchen Minze hinein.

Und hier das fertige Töpfchen:

Vielen Dank an “nu3 – Die Nährstoffexperten”, die mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt haben! 

Und eine Musikempfehlung gibt’s natürlich auch noch:
Sergio Mendes – Magdalenha

Reishunger!

 

So schön kann das manchmal sein: Da strahlt einen die Sonne aus dem Schlaf und dann klingelt auch noch der Postmann und bringt ein prallgefülltes Reispaket an.

Der schicke – und mir von grundauf sympathische – Online-Reishandel “Reishunger” hatte mir eine Superladung feiner Reissorten zum Probieren geschickt. Roter, schwarzer, Jasmin-, Basmati-, Milch- und Risottoreis. Das meiste mit Bio-Siegel. Dazu noch ein Päckchen Risotto mit Paprika. Und dann noch etwas, das ein Texterherz zum Jauchzen bringt, seht Ihr’s?

Der erste Eindruck war schon mal dufte: Schönes Design und nette Texte. So übrigens auch die Website www.reishunger.de. Nicht anbiedernd oder pseudo, einfach so, dass man Lust aufs Loskochen bekommt.

Und das haben wir auch sofort gemacht. Natürlich nicht gleich mit allen Sorten, deshalb wird hier wohl in nächster Zeit öfter mal das ein oder andere Reisrezept eintrudeln.

Heute geht’s erst mal an den schwarzen Reis und den Milchreis.

 

Schwarzer Reis mit Garnelen, Spargel und Koriandersoße 

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Tassen schwarzer Reis
  • 1 EL Butter
  • 8 dünne Spargelstangen
  • 8 Garnelen
  • 1/2 Zitrone (unbehandelt)
  • etwas Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • Koriandersoße (Rezept hier)

Der schwarze Reis schmeckte sehr nussig, rund und weich, fast sämig – auch wenn er von außen schön bissfest war. Eine absolute Entdeckung. Und auch optisch machte das tiefe Schwarz mit Violettschimmer richtig was her.

Den schwarzen Reis habe ich erst gründlich im Sieb abgewaschen und ihn dann mit 2,5 Tassen Wasser aufgekocht. Sobald das Wasser kochte, hab ich den Herd auf 0,5 gestellt und alles zudeckt 35 Minuten köcheln lassen. Laut Verpackung sollte dann das Wasser verdampft sein, war’s bei mir nicht. Ich hab also den Reis einfach noch mal abgesiebt, dann etwas Butter untergehoben – und er war wundervoll!

Der Spargel wird ganz normal gekocht und die Garnelen scharf in heißem Olivenöl angebraten. Knoblauch, Chili und Zitrone (in Scheiben) dabei auch einfach mit in die Pfanne geben.

Alles schön – also schöner, als wir das geschafft haben – mit der Koriandersoße anrichten und am besten mit einem eiskalten Weißwein in der Sommersonne verputzen.

Musikempfehlung: Four Tet – Sing

 

Milchreis mit Safran

Zutaten:

  • 200 g Milchreis
  • 650 ml Milch
  • 1/4 Vanilleschote
  • 20 g Kokoscreme
  • 1/2 Chili
  • 1 Prise Salz
  • 10 Safranfäden
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Rum
  • Abrieb einer Limette
  • Zum Garnieren: ein paar Berberitzen und Pistazien

 

Dieser Milchreis hat super geschmeckt. Es handelt sich um Bio-Arborio aus dem Piemont. Der kann was. Schön großkörnig und bissfest – nicht dieses Schlabberzeug, auf das man manchmal trifft. Ob es nun der absolut hammermäßigste Milchreis meines Lebens ist, weiß ich nicht, möchte es aber nicht ausschließen. Er hat auf jeden Fall alles richtig gemacht, genau so muss Milchreis schmecken.

Den Milchreis mit Milch, Vanillemark und -schote, Kokoscreme, Salz und Chili vermengen und bei niedriger Flamme langsam aufkochen.

Alles ca. eine halbe Stunde offen leicht köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren.

Den Safran mit einem Mörser zu Pulver verarbeiten und mit ein paar Tropfen Wasser mischen. Nachdem der Reis 20 Minuten geköchelt hat, Safranmischung und Honig dazugeben. Die Chili jetzt rausholen, sonst wird’s zu feurig.

Wenn der Reis fertig ist, wird er vom Herd genommen und mit dem Rum und dem Limettenabrieb vermischt. Berberitzen und Pistazien drüber streuen, fertig!

Musikempfehlung: Leslio Clio – I couldn’t care less

 

Ehrlich gesagt war ich noch nie auf die Idee gekommen, meinen Reis online zu bestellen. Der müsste dann schon sehr gut sein, damit sich das mit den Versandkosten lohnt. Lecker ist er ja bei Reishunger. Gratislieferung gibt’s ab 30 Euro Bestellwert, da muss man also ganz schön Reis futtern. Na, vielleicht findet man ja noch das ein oder andere Goodie zum Aufstocken, es gibt nämlich nicht nur den Reis an sich, sondern auch alles drumherum. Wie steht Ihr generell dazu? Bestellt Ihr Nahrungsmittel auch mal im Netz?

Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich bei Immo von Reishunger für die Kostproben und freu mich schon auf das nächste Päckchen!

Kokos-Milchreis mit Tabasco

Dieses herrliche Gaumenschmäuschen hat mal vor gefühlten hundert Jahren eine Freundin gezaubert. Ich hatte es völlig vergessen. Und heute, urplötzlich beim Blick auf den Ahornsirup ist es mir epiphaniengleich erschienen. Also gleich losgekocht. So sieht das aus:

Für vier Personen bringt Ihr 250 ml Kokosmilch und 250 ml Milch zum Kochen. Dann 250 g Milchreis dazu, kurz aufkochen und den Herd auf die niedrigste Stufe stellen. Deckel drauf, jetzt muss der Reis so 40 Min. Milch aufsaugen. Und zwar ungestört. Nicht reingucken.

Ihr könnt Euch in der Zwischenzeit damit beschäftigen, 100 ml Ahornsirup im Topf zu erhitzen. Wenn es heiß ist, ein paar Spritzer Tabasco rein. Da müsst Ihr selbst abschmecken, die Menge ist Geschmacksache. Aber ein bisschen bitzeln sollte es schon, sonst ist es ja keine Feuertaufe.

So, wenn der Reis fertig gesaugt hat, wird er auf einem Tellerchen aufgetürmt und mit der Ahornsoße übergossen. Dazu ein paar Physalis, die bringen säuerlich-süße Fruchtigkeit rein. Perfekt.

Müsike: Air – One hell of a party