Hasta la pasta siempre: die Pastafrauen.

Man entschuldige den Titel – und konzentriere sich auf folgenden Rat: Unbedingt auf dem Hamburger Ise- oder Goldbekmarkt (vermutlich auch auf allen anderen Wochenmärkten) die Pastafrauen aufsuchen. Möglichst früh, denn das Beste ist schnell weg. Kein Wunder.

Besonders lecker sind die großen Tortelacci. Sie sind jedes Mal mit einer anderen verwegenen Kombination gefüllt und wir haben bis zum heutigen Tag (eingeschlossen) keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Grundzutat Ricotta wurde schon mit Orange und Chili, mit Birne und Salbei, mit Artischocke und Limette u.v.m. probiert und für hinreißend befunden.

Man schmeißt die Tortelacci übrigens einfach in kochendes Wasser, schaltet den Herd aus und lässt sie noch 15-20 Minuten ziehen. Dann kann man sie auf einem Salat servieren oder pur mit Butter und etwas Parmesan. Oder, wie wir heute, auf einer Orangenreduktion. Dazu den Saft von einer Orange und einer halben Zitrone mit einer Chilischote reduzieren lassen und Butter einrühren. Noch kurz köcheln lassen, fertig. Pro Person reichen zwei Stück.

 

Musik dazu: Josh Rouse – Italian Dry Ice

Katjuschas Paprikasuppe

 

Kurz und bündig: Ganz ganz viel Paprika (am besten die spitzen) in ca 3 cm dicke Streifen schneiden. Die Streifen mit der Schale nach oben auf ein Backblech legen und gut mit Olivenöl beträufeln. Bei 200° so lange in den Ofen, bis die Guten leicht braun sind (dauert ca. 35 Min.). Dann rausholen und mit einem nassen, kalten Geschirrtuch überdecken. Geschirrtuch abwaschen und Vorgang wiederholen. Dann kann man die Pelle ganz leicht vom Fleisch ziehen.

So, jetzt das Gemüse pürieren, einen Spritzer Sahne dazu und mit so viel Brühe mischen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat. Wer will und die Mittel hat, kann das Zeug jetzt durchsieben und in einen Sahnesiphon gießen. Dann schön schaumig ab ins Schüsselchen. Sonst einfach direkt in den Mund.

Musikempfehlung: Irina Bilyk – Katjuscha

Datteln im Speckmantel

 

Keine Angst, die schmecken bedeutend besser, als sie aussehen.

Ganz einfach, ganz bombig. Diese kleinen Granaten sind das Allheilmittel gegen Heimweh, Herzschmerz, Tränensäcke, Albträume und allgemeine Sehnsucht. Und sie sind die besten Freunde des Doppelkinns.

Einfach Datteln den Kern entreißen, Gorgonzola reinstopfen und alles gut mit Bacon umwickeln. Ich nehme für eine Dattel immer die Hälfte eines handelsüblichen Baconstreifens. Von allen Seiten anbraten (man braucht kein Öl, hihi). Fertig.

Musikempfehlung: Rufus Wainwright – Cigarettes & Chocolate Milk. Wer sich fragt warum, der höre sich das Lied an. Hach. Heijeijei.

Thailändische Fischfrikadellen


Zwei Personen brauchen:

  • 250 g weiße Fischfilets (z.B. Seelachs)
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 TL Fischsauce
  • 1 Ei
  • 1 EL Koriandergrün
  • 1 EL rote Currypaste
  • 1 kleine rote Chili
  • 50 g grüne Bohnen (besser: lange Bohnen)
  • 2 kleine Frühlingszwiebeln

Den Fisch pürieren und mit Stärke, Fischsauce, Ei, Koriander, Currypaste ud Chilis mischen. Bohnen und Frühlingszwiebeln unterheben.

Kleine Frikadellen formen und goldbraun anbraten. Dazu am besten Chilisauce.

Musikempfehlung: Gotye – State of the Art

 

 

Rote-Beete-Suppe mit Blaubeeren

So schön pink, damit bringt man Prinzessinnen und CSD-Prinzen mühelos an einen Tisch.

Variante 1:

2 Zwiebeln
400 g Rote Beete (gekocht)
150 g Kartoffeln
25 g Butter
1 l Gemüsebrühe
100 ml Sahne
4 TL Sahnemeerrettich
etwas geräuchtere Forelle

Zwiebeln und Kartoffeln würfeln. Beides mit Butter im Topf anbraten. Gemüsebrühe dazu und 30 Min. kochen. Rote Beete dazu, weitere 10 Min. kochen. Pürieren, würzen und durchsieben. Sahne dazu und noch mal aufkochen. Mit Forelle, Meerrettich und etwas Brot anrichten.

Variante 2:

Hierbei handelt es sich um die rustikalere, spontanere Version. Man nehme eine große rohe Rote Beete. Die schneidet man möglichst klein und lässt sie in wenig Brühe kochen, bis alles weich ist. Dann schön schaumig pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit etwas Meerrettich und Pinienkernen dekorieren uuund … haltet euch fest … ein paar Blaubeeren mit reinschmeißen. Richtig waldig, richtig fruchtig und – richtig farbig.

Musikempfehlung: The Doors – Touch me Babe

Kirschgazpacho mit Spargelrisotto

 

Kaltschnäuzig und rotzfrech nachgekocht von dem sehr empfehlenswerten Maria Mulata in Neukölln:

Kirschgazpacho:

5 Tomaten, 250g Kirschen, 1 Dose Tomaten, 3 Knoblauchzehen, 1 Paprika, 1/2 Brötchen, 1 geschälte Gurke, 100 ml Brühe, 1 Chili und Olivenöl pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und kalt stellen.

Habe mir den Scherz erlaubt, Eisschälchen zu machen. Habe dazu je zwei Porzellanschalen übereinander gestellt, in die untere etwas Wasser gefüllt und ab damit ins Tiefkühlfach. Naja, die Schälchen waren dann etwas sehr flach, aber der Effekt ist super. Die Gazpacho sollte nämlich immer eiseeisekalt in den Mund.

Spargelrisotto:

Im Prinzip kommt hier das 08/15-Risotto-Rezept zum Einsatz… Einziger Unterschied ist, dass man nur sehr wenig Weißwein zum Ablöschen verwenden sollte, damit er den Spargelgeschmack nicht zu sehr übertönt. Und statt Brühe wird regelmäßig Spargel-Kochwasser hinzugefügt.  Ansonsten mit Zwiebeln, Reis, Parmesan, Butter und Zitrone genauso verfahren wie üblich. Kurz vor Schluß kommen die Stangen in mundgerechten Stücken rein (natürlich vorgekocht, sonst hätte es auch kein Spargel-Kochwasser gegeben).

Musik dazu: Ismael Lo – Tajabone

Achja, und zum Thema Gazpacho heute auch mal eine Filmempfehlung: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Karottensuppe am fünfzigsten tach

 

trendfarbe orange: möhren, orangensaft teils frisch gepresst, etwas chili (wichtig: orange!). und noch 1-2 kartoffeln fürs cremige, 1-2 zwiebeln, ein bisschen ingwer, koblauch und brühe. das ganze einfach köcheln lassen und dann pürieren.

dazu passt eine frische pfingst-guacamole mit avocado, limette und petersilie, sowie ein klecks joghurt. plus natürlich etwas selbstgebackenes brot.

schmeckt am besten auf der frisch abgeschliffenen und eingeölten tischplatte mit don’t worry von der about group.