Katrins Erbsenpesto

 

Nachdem die arme Disco ja nun so arg unter unserem Zeitmangel leiden musste, hat sich Katrin, unsere gefeierte Gastschreiberin (eigentlich gehört sie schon fest zum Team), erbarmt und einen wunderbaren grünen Eintrag verfasst. Viel Spaß und fröhliche Erbserei!

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Für das Erbsenpesto braucht ihr

  • 300 g Erbsen (am besten Frische, die schmecken einfach viel viel besser)
  • 100 g gehobelte Mandeln, in der Pfanne goldbraun angeröstet
  • gutes Olivenöl (lohnt sich wirklich, man braucht nicht viel und sonst schmeckt es schnell bitter)
  • 1­-2 Knoblauchzehen nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer

Erst mal geht’s ans Erbsen pulen, das lässt sich auch super am Vortag oder nebenher erledigen. Schote aufknacken, grüne kleine Erbsen mit den Fingern aus ihrer Verpackung holen.

„… die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“DSCN7161

Die gehobelten Mandeln solltet ihr kurz in der Pfanne anrösten und erst mal beiseite stellen. Ich röste immer gleich die ganze Packung und fülle die Reste in ein Glas, die lassen sich super als Ergänzung für Müsli, Obstsalat und Co verwenden.

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Dann müsst ihr die Erbsen kurz in Salzwasser kochen bis sie aussen noch knackig aber innen schon weich sind. Kurz mit kaltem Wasser abschrecken und dann ist der größte Teil auch schon getan.

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Erbsen , Knoblauch und Mandeln in ein hohes Gefäß geben und leicht pürieren. Mit einem Olivenöl eurer Wahl zur Konsistenz eures Geschmacks erweitern und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Schmeckt wunderbar auf angeröstetem Bauernbrot, wenn ihr wollt könnt ihr auch noch ein paar Parmesanspäne draufgeben.

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Einen musikalischen Erbsenbegleiter gibt’s hier: http://www.youtube.com/watch?v=V2c-AsN2dpI

Galettes

 

Es begab sich vor einiger Zeit, als ich einen geschätzten Freund während seines Austauschsemesters in der Champagne besuchte. Er kannte meine Verfressenheit und fuhr uns beide tief in die campagne (sic). Dort wartete ein kleines Häuschen mit dampfendem Schornstein. Angeblich die weltbeste Crêperie. Die gesamte Bevölkerung Frankreichs saß an diesem Abend in dem Häuschen – so ließ zumindest das Szenario vermuten.

Ich wollte direkt mal 2-3 Galettes bestellen – schließlich hatte ich einen Bärenhunger und von Crêpes kann man ja auch so einige essen. Der Freund, der Gute, befahl mir, nur einen zu bestellen. Mit Bacon, Ei, Bechamel und Radicchio – die Spezialität.

1,5 Stunden später (es waren viiiele Gäste) kam die Galette und sie war der Wahnsinn. Ich schaffte sie nicht mal ganz – vielleicht lag das aber auch am Cidre.
Eine solche Galette machten wir neulich nun nach. Dazu muss man sich vorher Buchweizenmehl besorgen, entweder aus dem Frankreichurlaub mitbringen oder im Reformhaus kaufen.

Wir machen zweierlei Belag:

  1. Roquefort, Birne, Radicchio
  2. Käse, Käse, Käse

Ersterer sah so aus:

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Für 4 Personen braucht man:

Für den Teig:

  • 300 g Buchweizenmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 200 ml Milch
  • 500 ml Wasser
  • etwas Sonnenblumenöl zum Anbraten

Für Belag 1:

  • 1 Birne
  • 100 g Roquefort
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 1 Radicchio
  • 100 g Crème Fraîche

Für Belag 2:

  • 3 Sorten Käse, z.B. Ziege, Brie de Meaux, St. Agur

Zunächst wird das Mehl und das Ei vermengt, dann die Mischung aus Wasser, Milch und Salz langsam unterrühren. Nun muss der Teig möglichst lange in den Kühlschrank, mindestens 1 Stunde, am besten einen Tag.

Den Belag so vorbereiten, dass alles in mundgerechte Größe gerupft / geschnitten ist. Die Nüsse in einer Pfanne anbraten.

Nun eine Pfanne mit Öl erhitzen. Wenn es richtig heiß ist, etwas Teig hineingießen – nur so viel, dass die Pfanne nach dem Schwenken überall geradeso bedeckt ist. Wenn der Teig zu zähflüssig ist, einfach noch etwas Wasser unterrühren.

Die Hitze etwas drosseln und die Galette von der ersten Seite so lange anbraten, bis sie sich fast von allein vom Boden löst. Nun wenden und mit den Zutaten belegen. Nochmal ca. 4 Minuten anbraten.

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Der auf dem Foto ist übrigens eindeutig zu dick geworden …

Kurz vor fertig die Galettes an drei Ecken einknicken und festdrücken. So bekommt sie ihre typische Form und macht sich hübsch auf dem Teller.

 

Dazu ordentlich Cidre servieren und das hier singen: Louis Attaque – J’t’emmène au vent

Wer danach noch kann, der macht sich einen feinen Crêpes Lichterloh.

Acai-Milchreis

 

So ganz traut sich der Sommer ja nicht raus, vielleicht muss man ihn ein bisschen mit der brasilianischen Acai-Beere inspirieren.

Die habe ich neulich von “nu3 – Die Nährstoffextperten” (http://www.nu3.de/) in Pulverform zum Probieren bekommen. So sieht das aus:

Wir hatten ja vor einiger Zeit schon mal ein Rezept aus unserem Brasilienurlaub mitgebracht (hier isses), dort wird die frische, pürierte Frucht am liebsten als Sorbet gefuttert. Heute aber soll es mal eine etwas gewagtere Kombi geben: Acai mit Milchreis. Oder eher umgedreht.

Zunächst mal kurz was Allgemeines zur Beere. Sie schmeckt pur sehr gewöhnungsbedüftig, da ziemlich bitter. Wenn man sie aber mit etwas Süßem (z.B. Guaranasirup) mischt, erinnert ihr Geschmack an schwarze Johannisbeeren oder Brombeeren. Sehr voll und fruchtig. Ich streu mir gerne ein Löffelchen ins Müsli, das bekommt dann auch gleich eine super Farbe. Abgesehen vom leckeren Geschmack soll die Beere auch sehr gesund sein und verjüngend wirken. Wenn man sich die Hüpfer an der Copacabana anschaut, glaubt man das gern.

Acai wächst übrigens auf einer Palme (Euterpe oleracae), die ganz nebenbei auch die größte Quelle für Palmherzen ist. Palmherzen sind ja auch so toll, besonders mit Ananas und Mayo – aber das ist ein anderes Thema.

Tja, hierzulande kann man Acai in verschiedenen Formen bekommen (am besten ist natürlich die tiefgefrorene, pürierte Beere, aber eher schwieriger zu besorgen). Ich hab hier das Pulver vorliegen (Fine Fruits Acai Bio). Durch die Gefriertrocknung wird das Wasser entzogen, sonst wird aber nichts verändert oder hinzugegeben. Es schmeckt auch wirklich sehr ähnlich wie das frische. Und so sieht’s aus:

Also dann mal ran an den Milchreis.

Zutaten (4 Personen):

  • 200 g Milchreis
  • 800 ml Milch
  • 20 g Acai
  • 40 ml Guaranasirup (zur Not durch Honig zu ersetzen)
  • Abrieb einer Limette
  • 20 g Zucker
  • evtl. etwas Minze zum Garnieren

Milchreis und Milch auf niedriger Flamme ca. 20 Min. köcheln. Dann Acai und Guaranasirup einrühren und nochmal 10 Minuten weiterköcheln lassen. In Schälchen füllen und abkühlen lassen.

Den Zucker mit dem Limettenabrieb mischen und vor dem Servieren über den Milchreis streuen. Wer will steckt noch ein Blättchen Minze hinein.

Und hier das fertige Töpfchen:

Vielen Dank an “nu3 – Die Nährstoffexperten”, die mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt haben! 

Und eine Musikempfehlung gibt’s natürlich auch noch:
Sergio Mendes – Magdalenha

Reishunger!

 

So schön kann das manchmal sein: Da strahlt einen die Sonne aus dem Schlaf und dann klingelt auch noch der Postmann und bringt ein prallgefülltes Reispaket an.

Der schicke – und mir von grundauf sympathische – Online-Reishandel “Reishunger” hatte mir eine Superladung feiner Reissorten zum Probieren geschickt. Roter, schwarzer, Jasmin-, Basmati-, Milch- und Risottoreis. Das meiste mit Bio-Siegel. Dazu noch ein Päckchen Risotto mit Paprika. Und dann noch etwas, das ein Texterherz zum Jauchzen bringt, seht Ihr’s?

Der erste Eindruck war schon mal dufte: Schönes Design und nette Texte. So übrigens auch die Website www.reishunger.de. Nicht anbiedernd oder pseudo, einfach so, dass man Lust aufs Loskochen bekommt.

Und das haben wir auch sofort gemacht. Natürlich nicht gleich mit allen Sorten, deshalb wird hier wohl in nächster Zeit öfter mal das ein oder andere Reisrezept eintrudeln.

Heute geht’s erst mal an den schwarzen Reis und den Milchreis.

 

Schwarzer Reis mit Garnelen, Spargel und Koriandersoße 

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Tassen schwarzer Reis
  • 1 EL Butter
  • 8 dünne Spargelstangen
  • 8 Garnelen
  • 1/2 Zitrone (unbehandelt)
  • etwas Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • Koriandersoße (Rezept hier)

Der schwarze Reis schmeckte sehr nussig, rund und weich, fast sämig – auch wenn er von außen schön bissfest war. Eine absolute Entdeckung. Und auch optisch machte das tiefe Schwarz mit Violettschimmer richtig was her.

Den schwarzen Reis habe ich erst gründlich im Sieb abgewaschen und ihn dann mit 2,5 Tassen Wasser aufgekocht. Sobald das Wasser kochte, hab ich den Herd auf 0,5 gestellt und alles zudeckt 35 Minuten köcheln lassen. Laut Verpackung sollte dann das Wasser verdampft sein, war’s bei mir nicht. Ich hab also den Reis einfach noch mal abgesiebt, dann etwas Butter untergehoben – und er war wundervoll!

Der Spargel wird ganz normal gekocht und die Garnelen scharf in heißem Olivenöl angebraten. Knoblauch, Chili und Zitrone (in Scheiben) dabei auch einfach mit in die Pfanne geben.

Alles schön – also schöner, als wir das geschafft haben – mit der Koriandersoße anrichten und am besten mit einem eiskalten Weißwein in der Sommersonne verputzen.

Musikempfehlung: Four Tet – Sing

 

Milchreis mit Safran

Zutaten:

  • 200 g Milchreis
  • 650 ml Milch
  • 1/4 Vanilleschote
  • 20 g Kokoscreme
  • 1/2 Chili
  • 1 Prise Salz
  • 10 Safranfäden
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Rum
  • Abrieb einer Limette
  • Zum Garnieren: ein paar Berberitzen und Pistazien

 

Dieser Milchreis hat super geschmeckt. Es handelt sich um Bio-Arborio aus dem Piemont. Der kann was. Schön großkörnig und bissfest – nicht dieses Schlabberzeug, auf das man manchmal trifft. Ob es nun der absolut hammermäßigste Milchreis meines Lebens ist, weiß ich nicht, möchte es aber nicht ausschließen. Er hat auf jeden Fall alles richtig gemacht, genau so muss Milchreis schmecken.

Den Milchreis mit Milch, Vanillemark und -schote, Kokoscreme, Salz und Chili vermengen und bei niedriger Flamme langsam aufkochen.

Alles ca. eine halbe Stunde offen leicht köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren.

Den Safran mit einem Mörser zu Pulver verarbeiten und mit ein paar Tropfen Wasser mischen. Nachdem der Reis 20 Minuten geköchelt hat, Safranmischung und Honig dazugeben. Die Chili jetzt rausholen, sonst wird’s zu feurig.

Wenn der Reis fertig ist, wird er vom Herd genommen und mit dem Rum und dem Limettenabrieb vermischt. Berberitzen und Pistazien drüber streuen, fertig!

Musikempfehlung: Leslio Clio – I couldn’t care less

 

Ehrlich gesagt war ich noch nie auf die Idee gekommen, meinen Reis online zu bestellen. Der müsste dann schon sehr gut sein, damit sich das mit den Versandkosten lohnt. Lecker ist er ja bei Reishunger. Gratislieferung gibt’s ab 30 Euro Bestellwert, da muss man also ganz schön Reis futtern. Na, vielleicht findet man ja noch das ein oder andere Goodie zum Aufstocken, es gibt nämlich nicht nur den Reis an sich, sondern auch alles drumherum. Wie steht Ihr generell dazu? Bestellt Ihr Nahrungsmittel auch mal im Netz?

Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich bei Immo von Reishunger für die Kostproben und freu mich schon auf das nächste Päckchen!

Mama macht Rhabarber: Marmelade und Relish

 

Mütter sind ja schon was Großartiges. Meine zum Beispiel hat neulich nicht nur lecker rumgekocht, sondern das alles sogar für die Krabbendisco fotografiert und dokumentiert. 

Wie im Titel ersichtlich, gibt es des Rhabarbers zweierlei. Ich konnte leider noch nicht kosten, aber Mama sagt, dass das schmeckt, und das stimmt immer. Also los, wir starten mit der Marmelade. Genauer gesagt, mit der

Rhabarber-Erdbeer-Orangen-Marmelade

Zutaten:

  • 750g frischer Rhabarber
  • 400g Erdbeeren
  • 2 Bio-Orangen
  • 1 Apfel
  • 500g Gelierzucker
  • 1 EL Lavendelzucker (Zucker in getrockneten Lavendelblüten eingelegt) oder brauner Zucker
  • 1 EL  Zucker mit Vanille gemischt
  • 1 cm Ingwerwurzel
  • 1 Schuss Likör, Rum oder Gin

5-6 Gläser mit Schraubverschluss heiß ausspülen, stülpen und abtropfen lassen.

Rhabarber schälen und in ca. 2cm lange Stücke schneiden, in einen großen Topf geben. Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. 1 Orange heiß überbrühen und Orangenschale reiben, beide Orangen schälen und filetieren. Apfel schälen und grob reiben. Geriebenen Ingwer, Lavendelzucker und Vanillezucker dazu geben, alles im Topf vermischen und ca. 20 Min Saft ziehen lassen.  

Topf erhitzen und alles ca. 15min zu Mus köcheln lassen. Gelierzucker dazu und nochmal ca. 10 Min sprudelnd aufkochen, dabei den Likör zugegen (Menge je nach Geschmack).  

Marmelade randvoll in die Gläser füllen, verschrauben und auf den Deckel stellen, nach ca.10 Minuten die Gläser umdrehen und auskühlen lassen.

Und Beschriftung nicht vergessen:

 

Und weiter geht’s mit dem
Rhabarber Relish

Zutaten:
  • 1kg Rhabarber
  • 3 große Erdbeeren
  • 1 Apfel
  • 120g rote Zwiebeln
  • 300ml roter Traubenessig (oder Apfelessig)
  • 1 TL Zimt u.1 Prise Nelkenpulver
  • 4 Sternanis
  • 2 Bioorangen
  • 40g Ingwerwurzel
  • 100g getrocknete Cranberries
  • 400g brauner Zucker
  • Lavendelsalz (Salz, durchzogen von getrockneten Lavendelblüten)
  • Evtl. eine kleine Prise Chili

Die Zwiebeln fein würfeln und mit Essig und den Gewürzen in einem großen Topf aufkochen und ca. 15 Min bei milder Hitze kochen lassen. 

Eine Orange heiß waschen und Schale abreiben, Saft auspressen. Zweite Orange schälen und filetieren. Apfel schälen und grob reiben, die Erdbeeren waschen und zerkleinern, Ingwer reiben mit Zucker in den Topf geben und bei milder Hitze weitere 10 Min kochen lassen.  

Rhabarber schälen und in ca. 2cm lange Stücke schneiden mit den Cranberries in den Topf geben, Salz dazu und ca. 20 Min kochen lassen.

Deckel abnehmen (evt. einen Schuss Rum dazu) bei geöffneten Topf weitere ca. 30 Min köcheln lassen bis das Relish eine dickflüssige, saucenartige Konsistenz hat, dabei öfter umrühren. 

Das Relish randvoll in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und auf den Deckel stellen, nach ca.15 Min umdrehen und abkühlen lassen, es sollte ca. 2 Wochen durchziehen, dann kann man es zu kaltem Braten oder Hartkäse essen.

Leider gibt es hierzu nur eine Art Phantombild. Aber umso besser, dann bleibt der Phantasie der ihr so wohlbekannte freie Lauf.

 

Mal sehen, ob es auch eine Musikempfehlung gibt, da hake ich gleich morgen mal nach.

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Oh wie schön, beim Küchenplausch gibts ein Rhabarber-Gewinnspiel. Daumendrücken!

 

Sommeraperitif: Orangen-Tomaten-Süppchen

 

Ein großartiger Start für ein luftiges Sommerschlemmermenü! Dieser Hauch von Nichts ist ganz leicht vorzubereiten und schmeckt nach allerherrlichsten Sonnenstrahlen – gute Zutaten vorausgesetzt, die sind hier besonders wichtig.

Ich habe das Süppchen als kleinen Aperitif gereicht, eignet sich bestimmt aber auch als Vorspeise super:

Zutaten (4 Personen – Vorspeisengröße)

  • 3 Orangen, geschält und gestückelt
  • 800 g Tomaten, gewürfelt (duften müssen sie!)
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1/2 Bund Basilikum, grob gehackt
  • 100 ml Olivenöl
  • 2 El Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer und Cayennepfeffer
  • 100 g Möhren, fein gewürfelt
  • 1 Chili, gehackt
  • 12 Kirschtomaten
  • 2 Scheiben Toast in Würfelchen
  • 40 g geriebener Parmesan

Als Erstes werden die Orangen mit den großen Tomaten, dem Knoblauch, dem Basilikum und 80 ml Olivenöl ganz fein püriert. Alles durchsieben und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Kalt stellen.

Jetzt die Möhrchen 2 Minuten in Salzwasser kochen und kalt abschrecken. Kirschtomaten kurz ins kochende Wasser schmeißen, abschrecken und grausam häuten.

Aus dem Toast macht Ihr mit dem restlichen Olivenöl leckere Croutons, die Ihr dann mit der Chili, den Kirschtomaten, den Möhren und dem Parmesan mischt.

Kurz vor dem Servieren die Suppe in einen Siphon füllen und in kleine Becherchen sprühen (alternativ mit dem Mixer aufpürieren). Oben drauf streut ihr die Toast-Mischung. Und ab dafür.

 

Musikempfehlung: Porcupine Tree – Start of Something Beautiful

Cranberry Salad

 

Neuerdings stechen sie einem ja auch hierzulande überall leuchtend rot ins Äuglein: Cranberries. Ich kannte die süßlich-herben Zeitgenossen bisher nur von meiner Zeit im schönen Texas, als sie meine Gastmutter zubereitete, und zwar in Form des Cranberry Salads. Er wurde bervorzugt als Teil des Buffets bei schmissigen Familienfeten dargeboten. Für mich immer der Hit – und daher reichlich mit in die 14 kg eingegangen, die ich am Ende meiner Reise zusätzlich am Leibe trug.


Insgesamt braucht man das hier:

  • ca. 2 Tassen Cranberries
  • 1/4 Ananas
  • eine Hand voll Walnüsse
  • 5 EL Zucker
  • 5 Gelatineblätter
  • 500 ml Wasser

(Der Apfel auf dem Foto ist dann doch aus dem Plan gefallen, man ignoriere ihn bitte.)

Zuerst geht’s mal ans Hacken. Ananas so:

Cranberries so:

Die Walnüsse zerbricht man einfach grob mit den Fingern.

Jetzt kommt alles gemeinsam mit Zucker und Wasser in einen Topf und wird gekocht. Die Gelatine darf solange in etwas Wasser einweichen. Das Obst muss gut kochen, denn sonst zerstören die Enzyme der Ananas später die Wirkung der Gelatine. Die Hitze aber zerstört ihrerseits die Enzyme. Also immer mal wieder ein Ananasstückchen rausfischen und kosten, sie muss weich und nicht mehr sauer schmecken, dann ist sie gut. Würde 10 Min. Kochzeit empfehlen.

So, dann einfach den Topf von der Platte nehmen, die Gelatine einrühren und den “Salat” in kleine Schälchen oder eine Schüssel gießen. Kaltstellen, bis alles schön fest ist. So sieht das aus:

Einzig wahre Musikempfehlung dazu: John Mellencamp – Jack and Diane

Falsches Quittenchutney

 

Letzten Herbst hatten wir ja alle Quittensträuche in Eppendorf unsicher gemacht. So sehr, dass wir immer noch von der damaligen Quittengelee-Produktion zehren können, trotz reichhaltigen Beschenkens der Verwandt- und Freundschaft. Es musste also was Neues her dieses Jahr: ein falsches Quittenchutney.

Warum falsch? Weil es ganz ohne Säure auskommt, und ohne Zwiebeln. Eher süß-pikant als süß-sauer. Man kann es aber natürlich nach Belieben abwandeln, etwa mit der Zugabe von Schalotten, Balsamico oder Zitronensaft.

Schmeckt als Begleitung zu Käse, Jakobsmuscheln und kurzgebratenem Fleisch. Oder einfach pur als Appetit-Öffner, wie kürzlich im Lokal1 genossen — Beitrag zum ausgezeichneten Essen dort folgt. Jetzt aber ans Chutney!

Zutaten:

  • 3 große Quitten
  • 120ml Wasser
  • 80g Zucker
  • 4 Kardamomkapseln
  • 5 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Vanilleschote (aufgeschlitzt)
  • Etwas Orangeat
  • Abrieb einer Zitrone
  • Ein paar Scheiben Ingwer
  • 2 EL Honig
  • 2 EL frisch geriebenen Ingwer
  • Grüner Pfeffer
  • 2 Prisen Cayennepfeffer
  • Etwas Salz

Alle Zutaten vom Wasser bis zum Honig in einem Topf aufkochen. Derweil die Quitten schälen und in Stückchen schneiden. Dann die Quittenstückchen dazugeben und ca. eine halbe Stunde bei mitttlerer Hitze garen (mit Deckel). Wenn die Stückchen weich sind, aber noch nicht zu Mus zerfallen mit den restlichen Zutaten abschmecken. Dann ab damit in vorgewärmte Einmachgläser!

Musikempfehlung dazu: When I think of you, Janet Jackson. So schön 80s, da wird es einem selbst an verregneten Sonntagnachmittagen warm ums Herz.

Toskanischer Brotsalat

 

Wieder einmal dürfen wir unsere beliebte Gastautorin Katrin zu Wort bitten. Diesmal mit einem köstlichen Rezept von Jamie Oliver (aus dem Buch “Genial italienisch”). Nachdem ihr letzter Eintrag sich als ein – wenn nicht DER – Top Hit der Krabbendisco erwies, darf man sich auf Großes freuen. Et voilà!

Zu Besuch bei Claire und Juliana in Hamburg! Eigentlich sollte man hier ja wohl ein leckeres Fischbrötchen essen, da das für einen Vegetarier leider unmöglich ist, muss man sich eine Alternative schaffen und die heißt für uns heute:

Toskanischer Brotsalat.

Hört sich vielleicht erstmal unspektakulär an, ist er aber nicht.

 

Erstmal geht man auf den Markt, und nimmt sich einen großen Korb mit, in den man dann ein paar Zweige Basilikum, Fenchelsamen, ein Ciabatta, Knoblauch, Kapern und ganz wichtig, viele verschiedene Tomaten in vielen verschiedenen Größen packt. (Nehmt bloß nicht diese Wassertomaten aus dem Supermarkt, Qualität lohnt sich hier wirklich!)

Seid ihr zu Hause angekommen, gießt euch ein schönes Glas Rotwein ein und …..es kann beginnen.

Ihr heizt den Ofen auf die höchste Temperatur, dann zerreißt ihr das Ciabatta in kleine ca. 2 cm große Stücke (bitte jetzt nicht nachmessen, dass ganze soll etwas rustikal von statten gehen) und gebt diese auf ein Backblech, träufelt etwas Olivenöl darüber, würzt mit Salz, Pfeffer und einem Esslöffel Fenchelsamen (kriegt ihr auf dem Markt bei nem Gewürzstand oder auch manchmal in der Ökoabteilung bei Edeka), dann presst ihr eine Zehe Knoblauch darüber aus und knetet die Gewürze ein, ohne die Brotstücke zu zerstören.

Dann kommt das Blech in den Ofen und wenn die Brotstücke goldbraun sind wieder raus.

Jetzt kommen die Tomaten, wascht sie ab und dann gut abtropfen lassen. Dann ist es wichtig, dass ihr sie in ungleich große Stücke schneidet (das erweckt den Eindruck ihr hättet das Ganze grade so nebenher gezaubert und bringt euch, außer dem phänomenalen Geschmack, noch mehr Lob ein), also mal längs, nur halbiert, in dicken Ringen und was euch sonst noch so einfällt.

Dann macht ihr den Tomatensalat mit wenig Kapern, einer handvoll Basilikum, Rotweinessig, Olivenöl, einer weiteren ausgepressten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer an.

Alles gut vermischen. Abschmecken.

Und nun kommt der Clou, kurz vor dem Servieren nehmt ihr die Brotstücke mit allem was dabei ist und gebt sie in den Salat, etwas andrücken, damit das Brot die wundervolle Sauce des Salates aufsaugen kann.

Ein bisschen Parmesan darüber streuen und das Prachtstück ist fertig.

Guten Appetit!


Wenn Euch das hier gefällt, dann kann man Euch dieses Schmökerschmankel ans Herz legen:

Ja, panische Aubergine!

 

In München gibt es einen ganz tollen, kleinen, unprätentiösen Sushi-Laden, der damals meine Mittagspausen erhellte (Japan Sushi Gourmet). Als Vorspeise bestellte ich immer Auberginenstreifen mit einer wundersamen, sämigen, süßlichen Sauce und wollte das schon ewig mal nachkochen. Und nun endlich konnte mir mal ein Kollege einen Tipp fürs Rezept geben: zu finden in Frau Harumi Kuriharas Buch “Harumi’s Japanese Home Cooking“. Wir haben es ein klein wenig abgewandelt und einen Gurkensalat dazu gemacht. Mit Reis schmeckt es auch sehr fein. Eignet sich als Snack, Vorspeise oder als kleines Hauptgericht.

Für vier Personen braucht man Folgendes:

  • 2 Auberginen
  • 12 EL  Misopaste
  • 8 EL Zucker
  • 12 EL Sake
  • 4 EL Sesam

Für den Gurkensalat:

  • 1 Salatgurke
  • 6 EL Limette
  • 1 EL Sesamöl
  • 2 Stängel frischen Koriander
  • 3 EL Pinienkerne

Ihr fangt ganz locker an, indem ihr die Auberginen halbiert und mit einem schaaafen Messer rautenförmig einritzt. Vorsicht, dass die Haut dabei nicht kaputt geht.


Den Ofen könnt ihr schon mal auf 180° mit Grill vorheizen.

Dann werden die Hälften mit dem Fleisch nach unten in einer Pfanne in Olivenöl angebraten. Zwischendurch mal wenden. Insgesamt brauchen sie so 10 Minuten auf mittlerer Hitze, bis sie weich sind.

In der Zwischenzeit wird die Sauce angerührt, also die Misopaste mit Zucker und Sake vermischt.

Wenn die Auberginen soweit sind, kommen sie mit der Fleischseite nach oben in eine Auflaufform und werden mit der Paste eingepinselt, bis nichts mehr da ist. Jetzt ab ins Rohr. Für max. 10 Minuten, muss man bisschen beobachten. Schwarz sollen sie nicht werden.

So, nun nur noch den Sesam rösten und drauf verteilen, fertig.

Für den Gurkensalat schält ihr die Gurke und schabt dann mit einem Kartoffelschäler längs dünne, lange Streifen ab. Den wabbeligen Kern esst ihr einfach so, der stört im Salat. Dann kommt Limette und Öl dran und gezupfter Koriander. Die Pinienkerne anrösten und frisch und duftig über den Salat streuen. Jetzt aber: jubun meshiagaré!

Und für die Ohren gibt’s natürlich dieses wunderschöne Oeuvre: Ja, Panik – Nevermind