Oooh Schoko-Lollipop!

Es wird kalt, wir brauchen was Warmes. Was Kakaoiges. Etwas, was die Würze des Südens ins Stübchen bringt. Meine Empfehlung: selbstgemachte Schokolollies. Sie sind ganz schnell herzustellen und werden dann einfach in heiße Milch eingerührt. Auch als Geschenk bestens geeignet.

Man nimmt also reichlich Schokolade mit möglichst hohem Kakaogehalt – keine Kuvertüre. Diese schmilzt man im Wasserbad und rührt nach Belieben Gewürze in Pulverform ein, z.B. Kardamom, Zimt, Anis, Chili …

Jetzt füllt man die Schoki in Eiswürfelbehälter und steckt kleine Plastiklöffelchen rein.

Vor allem der Optik halber kann man nun noch Lavendelblüten, Nüsse oder kleine getrocknete Pflaumenstückchen draufsetzen. Dann ab in den Kühlschrank damit. Wenn die Schokolade fest ist, sind die Lollies fertig und können mit ein wenig Fingerspitzengefühl aus den Behältern gezogen werden. So, jetzt schnell in die Milch und rühren, rühren, schlürfen!

Auch das Ohr soll mitgenießen. Dazu am besten Moneybrother – Stormy Weather.

Hasta la pasta siempre: die Pastafrauen.

Man entschuldige den Titel – und konzentriere sich auf folgenden Rat: Unbedingt auf dem Hamburger Ise- oder Goldbekmarkt (vermutlich auch auf allen anderen Wochenmärkten) die Pastafrauen aufsuchen. Möglichst früh, denn das Beste ist schnell weg. Kein Wunder.

Besonders lecker sind die großen Tortelacci. Sie sind jedes Mal mit einer anderen verwegenen Kombination gefüllt und wir haben bis zum heutigen Tag (eingeschlossen) keine schlechten Erfahrungen gemacht. Die Grundzutat Ricotta wurde schon mit Orange und Chili, mit Birne und Salbei, mit Artischocke und Limette u.v.m. probiert und für hinreißend befunden.

Man schmeißt die Tortelacci übrigens einfach in kochendes Wasser, schaltet den Herd aus und lässt sie noch 15-20 Minuten ziehen. Dann kann man sie auf einem Salat servieren oder pur mit Butter und etwas Parmesan. Oder, wie wir heute, auf einer Orangenreduktion. Dazu den Saft von einer Orange und einer halben Zitrone mit einer Chilischote reduzieren lassen und Butter einrühren. Noch kurz köcheln lassen, fertig. Pro Person reichen zwei Stück.

 

Musik dazu: Josh Rouse – Italian Dry Ice

Rote-Beete-Suppe mit Blaubeeren

So schön pink, damit bringt man Prinzessinnen und CSD-Prinzen mühelos an einen Tisch.

Variante 1:

2 Zwiebeln
400 g Rote Beete (gekocht)
150 g Kartoffeln
25 g Butter
1 l Gemüsebrühe
100 ml Sahne
4 TL Sahnemeerrettich
etwas geräuchtere Forelle

Zwiebeln und Kartoffeln würfeln. Beides mit Butter im Topf anbraten. Gemüsebrühe dazu und 30 Min. kochen. Rote Beete dazu, weitere 10 Min. kochen. Pürieren, würzen und durchsieben. Sahne dazu und noch mal aufkochen. Mit Forelle, Meerrettich und etwas Brot anrichten.

Variante 2:

Hierbei handelt es sich um die rustikalere, spontanere Version. Man nehme eine große rohe Rote Beete. Die schneidet man möglichst klein und lässt sie in wenig Brühe kochen, bis alles weich ist. Dann schön schaumig pürieren und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit etwas Meerrettich und Pinienkernen dekorieren uuund … haltet euch fest … ein paar Blaubeeren mit reinschmeißen. Richtig waldig, richtig fruchtig und – richtig farbig.

Musikempfehlung: The Doors – Touch me Babe

Karottensuppe am fünfzigsten tach

 

trendfarbe orange: möhren, orangensaft teils frisch gepresst, etwas chili (wichtig: orange!). und noch 1-2 kartoffeln fürs cremige, 1-2 zwiebeln, ein bisschen ingwer, koblauch und brühe. das ganze einfach köcheln lassen und dann pürieren.

dazu passt eine frische pfingst-guacamole mit avocado, limette und petersilie, sowie ein klecks joghurt. plus natürlich etwas selbstgebackenes brot.

schmeckt am besten auf der frisch abgeschliffenen und eingeölten tischplatte mit don’t worry von der about group.

 

Kirschragout mit Auberginen

Frei nach einem leckeren Rezept von Herrn Mälzer. Das Interessante: In Ermangelung von Leber wurde jene durch Aubergine ersetzt und, siehe da, es ergab sich eine verblüffende geschmackliche Ähnlichkeit. Probier’s aus, wenn du mir nicht glaubst.

Für das Ragout 2 Zwiebeln und ein gutes Stück Ingwer kleinschnibbeln und in Olivenöl anbraten. Mit 200 ml Gemüsebrühe ablöschen. Dann ein Glas Kirschen abtropfen lassen und die süßen Kleinen mit ein paar Trauben in die Zwiebelsoße schubsen. Pfeffern und einkochen lassen.

Eine Aubergine in Scheiben schneiden, auf Küchenkrepp legen und salzen. Warten. Aptupfen, wenden und das Gleiche noch mal. Wenn das ganze böse bittere Wasser rausgezogen ist, dürfen die Scheiben zu Streifen werden und in Ölivenöl ordentlich heiß brutzeln. Bis sie schön braun sind.

Kartoffelbrei kochen. Mälzer rührt etwas Mascarpone unter, ist auch ganz lecker.

Dann alles schön anrichten und Babyshambles mit Here she goes auflegen.