Bananenbrot mit Walnüssen

 

Ein Bananenbrot für jeden Anlass. Besonders lecker aber ganz ohne Anlass.

Zutaten:

  • 120g weiche Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • Salz
  • 50 g sehr reife Bananen
  • 2 Eier
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Natron
  • 100 g Walnüsse
  • Mehl zum Bearbeiten

Butter, Zucker und Salz cremig schlagen. Bananen zerstampfen und unter die Masse rühren, Eier nacheinander unterrühren. Dann Mehl mit Natron mischen und zusammen mit den Nüssen unter den Teig heben. Jetzt eine Kastenform ausfetten, Teif einfüllen, glatt streichen und ab in die Röhre – 50 Minuten, 180°.

Musik: Paul Weller – Broken Stones

Brunch mit Käse von Thieles Stand auf dem Isemarkt

 

Für Schwiegermamas Besuch wird richtig groß aufgefahren. Da ist das Beste gerade gut genug. Deshalb zum Brunch am Samstagmorgen: Käse-Spezialitäten vom Wochenmarkt.

Mit von der Partie sind zur Hälfte Heilige:

  • Saint Marcellin: Zerfließender Kuhmilch-Traum, gemeinsam mit seinem etwas größeren Verwandten Saint Félicien seit Jahren in meinen Top3 (Geschmack vom Papa geerbt). Leider nicht im Tontopf, aber dennoch auf den Punkt gereift.
  • Pérail des Cabasses: Relativ flüssiger Ziegenmilchkäse, Konsistenz 1A aber geschmacklich für mich persönlich fast einen Tick zu mild, trotz Ziege.
  • Pouligny Saint Pierre: Besteht aus Ziegenmilch, die durch die Zugabe von Lab gerinnt. Danach wird das Ganze pyramidenförmig ein paar Wochen getrocknet. Voller, nussiger Geschmack und tolle Optik aber doch relativ trocken.
  • Saint Vernier: Für mich eine absolute Entdeckung, Kuhmilchkäse aus dem Jura, dessen Rinde täglich mit Weisswein abgerieben wird. Eine Offenbarung, fein ausbalanciertes Aroma, kräftig und dennoch unendlich cremig.
  • Saint Agur: Blauschimmelkäse auf Doppelrahm-Niveau, und das merkt man! Ist ja keine traditionelle Herkunftsbezeichnung, sondern ein Markenname (es gibt den Käse in Frankreich auch in Plastikverpackung im Kühlregal im Supermarkt). Trotz industrieller Produktion perfekt für mich.
  • Brie de Meaux: Der Klassiker aus der Champagne und Julianas (neuer) Lieblingskäse. Wunderbar cremig und auf den Punkt.
  • Reblochon: Definitiv nicht mein Lieblingskäse… Schmeckt zu sehr nach Skistiefeln-Geruch, nicht subtil genug für meine Geschmacksknospen. Übrigens ein wichtiger Bestandteil der Tartiflette, eines Kartoffelauflaufs aus der Savoie — der nach langen Skitagen hingegen genau das Richtige ist.
  • Parmigiano-Reggiano: War ehrlicherweise nur alibi-mäßig auf der Platte, weil der ganze Käse aus dem Kühlschrank raussollte. War gar nicht von Thiele und wurde während des Brunchs auch nicht angerührt. Kam dann dafür aber abends auf den Fenchel-Tortellacci und Möhre-Mandel-Ravioli mit Orangensauce wunderbar zur Geltung. Die waren übrigens von den Pastafrauen, auch sehr empfehlenswerter Stand auf diversen Wochenmärkten in Hamburg.

Fazit: Mission erfüllt, Schwiegermama beeindruckt und selbst geschlemmt ohne Ende. Und der Einkauf ging auch noch nett vonstatten mit einem schier unendlich großen Sortiment sowie sehr kenntnisreichen und sympathischen Mitarbeitern — jeder Käse darf vor dem Kauf (oder Nicht-Kauf) sogar probiert werden. Jede erworbene Käsesorte war auf den Punkt gereift, alles andere ist dann persönlicher Geschmack. Wenn doch der Isemarkt auch am Samstag stattfinden würde, dann müsste man bis zum nächsten Thiele-Schmaus nicht auf einen Freitag mit Home-Office warten. Na ja, vielleicht doch besser für meine Hüften und meinen Geldbeutel.

Kann mich zwischen Fremdpulen und Küche als Kategorie nicht entscheiden, deshalb wird’s einfach in beide gesteckt. Obwohl der Fremdanteil in diesem Falle doch nicht unerheblich ist. Gegenüber der Schwiegermama wird es natürlich andersrum ausgedrückt.

 

Musikempfehlung: The Mamas & the Papas – California Dreaming

 

 

Datteln im Speckmantel

 

Keine Angst, die schmecken bedeutend besser, als sie aussehen.

Ganz einfach, ganz bombig. Diese kleinen Granaten sind das Allheilmittel gegen Heimweh, Herzschmerz, Tränensäcke, Albträume und allgemeine Sehnsucht. Und sie sind die besten Freunde des Doppelkinns.

Einfach Datteln den Kern entreißen, Gorgonzola reinstopfen und alles gut mit Bacon umwickeln. Ich nehme für eine Dattel immer die Hälfte eines handelsüblichen Baconstreifens. Von allen Seiten anbraten (man braucht kein Öl, hihi). Fertig.

Musikempfehlung: Rufus Wainwright – Cigarettes & Chocolate Milk. Wer sich fragt warum, der höre sich das Lied an. Hach. Heijeijei.

Thailändische Fischfrikadellen


Zwei Personen brauchen:

  • 250 g weiße Fischfilets (z.B. Seelachs)
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 TL Fischsauce
  • 1 Ei
  • 1 EL Koriandergrün
  • 1 EL rote Currypaste
  • 1 kleine rote Chili
  • 50 g grüne Bohnen (besser: lange Bohnen)
  • 2 kleine Frühlingszwiebeln

Den Fisch pürieren und mit Stärke, Fischsauce, Ei, Koriander, Currypaste ud Chilis mischen. Bohnen und Frühlingszwiebeln unterheben.

Kleine Frikadellen formen und goldbraun anbraten. Dazu am besten Chilisauce.

Musikempfehlung: Gotye – State of the Art

 

 

Vijas Eierlikörtorte

Hoch leben die Achtziger!!

4 Eigelb
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
schaumig schlagen

200 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
2 TL Backpulver
2 TL Kakao
zur Masse geben

4 Eiweiß
schlagen und unterheben

Teig bei 180° 30-45 Minuten backen und anschließend erkalten lassen.
Mit Rum beträufeln, 1 Glas Preiselbeermarmelade darüber streichen. Mit 2 Bechern geschlagener Sahne toppen und obendrauf, ja, den Eierlikör.

Hier kann es keine andere Musikempfehlung geben, als die hier: What a feeling

Kirschgazpacho mit Spargelrisotto

 

Kaltschnäuzig und rotzfrech nachgekocht von dem sehr empfehlenswerten Maria Mulata in Neukölln:

Kirschgazpacho:

5 Tomaten, 250g Kirschen, 1 Dose Tomaten, 3 Knoblauchzehen, 1 Paprika, 1/2 Brötchen, 1 geschälte Gurke, 100 ml Brühe, 1 Chili und Olivenöl pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und kalt stellen.

Habe mir den Scherz erlaubt, Eisschälchen zu machen. Habe dazu je zwei Porzellanschalen übereinander gestellt, in die untere etwas Wasser gefüllt und ab damit ins Tiefkühlfach. Naja, die Schälchen waren dann etwas sehr flach, aber der Effekt ist super. Die Gazpacho sollte nämlich immer eiseeisekalt in den Mund.

Spargelrisotto:

Im Prinzip kommt hier das 08/15-Risotto-Rezept zum Einsatz… Einziger Unterschied ist, dass man nur sehr wenig Weißwein zum Ablöschen verwenden sollte, damit er den Spargelgeschmack nicht zu sehr übertönt. Und statt Brühe wird regelmäßig Spargel-Kochwasser hinzugefügt.  Ansonsten mit Zwiebeln, Reis, Parmesan, Butter und Zitrone genauso verfahren wie üblich. Kurz vor Schluß kommen die Stangen in mundgerechten Stücken rein (natürlich vorgekocht, sonst hätte es auch kein Spargel-Kochwasser gegeben).

Musik dazu: Ismael Lo – Tajabone

Achja, und zum Thema Gazpacho heute auch mal eine Filmempfehlung: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs