Butterchicken for mama

Für gemütliche Abende, die man ganz ohne Welteroberung und Amüsierverrenkungen plant – z.B. bei elterlichem Besuch – empfehle ich dieses hübsche Gericht. Es ist so wuchtig, dass man danach tatsächlich nichts mehr tun kann. Macht aber nichts, es ist es wert.

Zunächst mal die Anmerkung, dass das hier eher eine Convenience Geschichte ist. Will heißen, wir verwenden für die indischen Currys immer die Fertig-Gewürzmischungen aus dem Asialaden, weil die so lecker sind. Eines schönen Tages werde ich mal deren Inhaltsstoffe ablesen und selbst zusammenmischen. Irgendwann…

Gestern haben wir haben wir uns für folgende Zusammenstellung entschieden: Butter Chicken ohne Chicken, Daal, roter Reis und diverse Sößchen mit Naan Brot.

Butter Chicken:

Diese Mischung kaufen:

– Allen Anweisungen auf der Packung folgen (man braucht Zwiebeln, Milch und Tomatenmark). Zusätzlich gekochte Süßkartoffeln, Mini-Auberginen, angebratene Paprika und Okraschoten dazugeben. Wir hatten auch noch eine Kochbanane, kann man aber drauf verzichten, hat sehr nach Stärke geschmeckt. (Oder weiß jemand, wie man die lecker hinkriegt?) Alles etwas köcheln lassen.

Daal:

Daal-Gewürzmischung kaufen. Angebratene Zwiebeln, Tomaten, Wasser und gekochte Linsen damit vermischen. Wir haben kleine orange Linsen genommen, die waren fein. Dann haben wir noch extra Tomatenmark reingedrückt, auch kein Fehler, schmeckt voller.

Roter Reis:

Laut Mama das Allerallergesündeste vonner Welt. Und geschmeckt hat’s auch. Erst muss man den Reis ca. 10 Minuten in Wasser einweichen, dann gut abspülen. Danach brät man den Reis kurz in etwas Öl an, überdeckt ihn anschließend mit Wasser und lässt ihn kochen. Bei uns hat das so 15 Minuten gedauert.

Und so sieht’s aus, wenn’s auf allen Platten brodelt. Herrlich!

Sößchen:

Bei den Soßen kann man sich richtig austoben. Wir mischten Joghurt mit

  • frischem Koriander (Geschmacksache, ich finde es passt nicht so, den anderen schmeckte es)
  • Kreuzkümmel und Salz
  • Garam Massala und Honig
  • Minzsoße

Dann haben wir noch ein Ananas-Kiwi-Chutney und ein Mango-Chutney dazugestellt und Naan Brot (leider gekauft) aufgetischt. Hat jemand ein gutes Rezept für Letzteres?

Musik dazu: झूम बराबर झूम

Karottensuppe am fünfzigsten tach

 

trendfarbe orange: möhren, orangensaft teils frisch gepresst, etwas chili (wichtig: orange!). und noch 1-2 kartoffeln fürs cremige, 1-2 zwiebeln, ein bisschen ingwer, koblauch und brühe. das ganze einfach köcheln lassen und dann pürieren.

dazu passt eine frische pfingst-guacamole mit avocado, limette und petersilie, sowie ein klecks joghurt. plus natürlich etwas selbstgebackenes brot.

schmeckt am besten auf der frisch abgeschliffenen und eingeölten tischplatte mit don’t worry von der about group.

 

Kirschragout mit Auberginen

Frei nach einem leckeren Rezept von Herrn Mälzer. Das Interessante: In Ermangelung von Leber wurde jene durch Aubergine ersetzt und, siehe da, es ergab sich eine verblüffende geschmackliche Ähnlichkeit. Probier’s aus, wenn du mir nicht glaubst.

Für das Ragout 2 Zwiebeln und ein gutes Stück Ingwer kleinschnibbeln und in Olivenöl anbraten. Mit 200 ml Gemüsebrühe ablöschen. Dann ein Glas Kirschen abtropfen lassen und die süßen Kleinen mit ein paar Trauben in die Zwiebelsoße schubsen. Pfeffern und einkochen lassen.

Eine Aubergine in Scheiben schneiden, auf Küchenkrepp legen und salzen. Warten. Aptupfen, wenden und das Gleiche noch mal. Wenn das ganze böse bittere Wasser rausgezogen ist, dürfen die Scheiben zu Streifen werden und in Ölivenöl ordentlich heiß brutzeln. Bis sie schön braun sind.

Kartoffelbrei kochen. Mälzer rührt etwas Mascarpone unter, ist auch ganz lecker.

Dann alles schön anrichten und Babyshambles mit Here she goes auflegen.

Urlaubsbrise: Pasta mit Garnelen

Als erstes Rezept auf diesem feinen Blog muss natürlich was meeresfruchtiges her. Und noch dazu eins meiner Lieblingsgerichte. Es schmeckt ganz herrlich nach Urlaub. Hab’s leider nicht erfunden, kommt vom lieben Jamie Oliver.

Für 2 Personen:

Zunächst Bavette aufsetzen. In einem anderen großen Topf Olivenöl erhitzen. Zwei handvoll Garnelen dazu – mit allem Drum und Dran, ganz wichtig. Dann zwei Knoblauchzehen, 1/2 Zwiebel, ein Bund Petersilie und 1-2 Chilis hacken und dazu geben. 2-3 Tomaten würfeln und auch rein. Richtig gut rühren und ruhig mal bisschen auf den Garnelen rumklopfen. Der Geschmack sitzt im Kopf und soll ins Sößchen  wandern. Saft von einer Zitrone dazu. Jetzt sollte es schon schön duften, fehlt nur noch etwas Salz und Pfeffer. Die nicht ganz fertig gekochten Bavette abgießen und mit zu der Garnelengeschichte geben. Frisch servieren und mit Petersilie garnieren.

Das beste Lied dazu: Joaquín Rodrigo: Concierto Aranguez – Allegro Gentile