Katrins Erbsenpesto

 

Nachdem die arme Disco ja nun so arg unter unserem Zeitmangel leiden musste, hat sich Katrin, unsere gefeierte Gastschreiberin (eigentlich gehört sie schon fest zum Team), erbarmt und einen wunderbaren grünen Eintrag verfasst. Viel Spaß und fröhliche Erbserei!

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Für das Erbsenpesto braucht ihr

  • 300 g Erbsen (am besten Frische, die schmecken einfach viel viel besser)
  • 100 g gehobelte Mandeln, in der Pfanne goldbraun angeröstet
  • gutes Olivenöl (lohnt sich wirklich, man braucht nicht viel und sonst schmeckt es schnell bitter)
  • 1­-2 Knoblauchzehen nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer

Erst mal geht’s ans Erbsen pulen, das lässt sich auch super am Vortag oder nebenher erledigen. Schote aufknacken, grüne kleine Erbsen mit den Fingern aus ihrer Verpackung holen.

„… die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“DSCN7161

Die gehobelten Mandeln solltet ihr kurz in der Pfanne anrösten und erst mal beiseite stellen. Ich röste immer gleich die ganze Packung und fülle die Reste in ein Glas, die lassen sich super als Ergänzung für Müsli, Obstsalat und Co verwenden.

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Dann müsst ihr die Erbsen kurz in Salzwasser kochen bis sie aussen noch knackig aber innen schon weich sind. Kurz mit kaltem Wasser abschrecken und dann ist der größte Teil auch schon getan.

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Erbsen , Knoblauch und Mandeln in ein hohes Gefäß geben und leicht pürieren. Mit einem Olivenöl eurer Wahl zur Konsistenz eures Geschmacks erweitern und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Schmeckt wunderbar auf angeröstetem Bauernbrot, wenn ihr wollt könnt ihr auch noch ein paar Parmesanspäne draufgeben.

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Einen musikalischen Erbsenbegleiter gibt’s hier: http://www.youtube.com/watch?v=V2c-AsN2dpI

Galettes

 

Es begab sich vor einiger Zeit, als ich einen geschätzten Freund während seines Austauschsemesters in der Champagne besuchte. Er kannte meine Verfressenheit und fuhr uns beide tief in die campagne (sic). Dort wartete ein kleines Häuschen mit dampfendem Schornstein. Angeblich die weltbeste Crêperie. Die gesamte Bevölkerung Frankreichs saß an diesem Abend in dem Häuschen – so ließ zumindest das Szenario vermuten.

Ich wollte direkt mal 2-3 Galettes bestellen – schließlich hatte ich einen Bärenhunger und von Crêpes kann man ja auch so einige essen. Der Freund, der Gute, befahl mir, nur einen zu bestellen. Mit Bacon, Ei, Bechamel und Radicchio – die Spezialität.

1,5 Stunden später (es waren viiiele Gäste) kam die Galette und sie war der Wahnsinn. Ich schaffte sie nicht mal ganz – vielleicht lag das aber auch am Cidre.
Eine solche Galette machten wir neulich nun nach. Dazu muss man sich vorher Buchweizenmehl besorgen, entweder aus dem Frankreichurlaub mitbringen oder im Reformhaus kaufen.

Wir machen zweierlei Belag:

  1. Roquefort, Birne, Radicchio
  2. Käse, Käse, Käse

Ersterer sah so aus:

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Für 4 Personen braucht man:

Für den Teig:

  • 300 g Buchweizenmehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Ei
  • 200 ml Milch
  • 500 ml Wasser
  • etwas Sonnenblumenöl zum Anbraten

Für Belag 1:

  • 1 Birne
  • 100 g Roquefort
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 1 Radicchio
  • 100 g Crème Fraîche

Für Belag 2:

  • 3 Sorten Käse, z.B. Ziege, Brie de Meaux, St. Agur

Zunächst wird das Mehl und das Ei vermengt, dann die Mischung aus Wasser, Milch und Salz langsam unterrühren. Nun muss der Teig möglichst lange in den Kühlschrank, mindestens 1 Stunde, am besten einen Tag.

Den Belag so vorbereiten, dass alles in mundgerechte Größe gerupft / geschnitten ist. Die Nüsse in einer Pfanne anbraten.

Nun eine Pfanne mit Öl erhitzen. Wenn es richtig heiß ist, etwas Teig hineingießen – nur so viel, dass die Pfanne nach dem Schwenken überall geradeso bedeckt ist. Wenn der Teig zu zähflüssig ist, einfach noch etwas Wasser unterrühren.

Die Hitze etwas drosseln und die Galette von der ersten Seite so lange anbraten, bis sie sich fast von allein vom Boden löst. Nun wenden und mit den Zutaten belegen. Nochmal ca. 4 Minuten anbraten.

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Der auf dem Foto ist übrigens eindeutig zu dick geworden …

Kurz vor fertig die Galettes an drei Ecken einknicken und festdrücken. So bekommt sie ihre typische Form und macht sich hübsch auf dem Teller.

 

Dazu ordentlich Cidre servieren und das hier singen: Louis Attaque – J’t’emmène au vent

Wer danach noch kann, der macht sich einen feinen Crêpes Lichterloh.

Tandoori Chicken

 

Manchmal sind sie wunderbar, diese kleinen Helferlein für faule Tage. So auch die Gewürzmischung für Tandoori Chicken. Man kann sie natürlich auch selber machen … aber nunja diese hier von TRS ist auch sehr fein:

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Und so sieht’s dann fertig aus, das Hühnchen:
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Zutaten:

  • 4 Bio-Hähnchenschlegel
  • 350 g Joghurt – möglichst fettig
  • 100g g Tandoori Masala Gewürzmischung
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Honig
  • 400 g Basmatireis

Zunächst werden die Schlegel enthäutet, das geht ganz leicht. Dann das Fleisch ein paar Mal einritzen und mit dem Zitronensaft und dem Honig einreiben. Kurz ruhen lassen.

Nun die Gewürzmischung in den Joghurt rühren. Der Joghurt sollte dann richtig tief rot sein – wenn er es nicht ist, macht etwas mehr Gewürze rein.

Jetzt kommen die Schlegel in eine Auflaufform und werden richtig schön von oben bis unten mit dem Joghurt eingerieben. Wichtig ist vor allem, dass sie oben gut bedeckt sind. Und dann ab damit in den Kühlschrank. Am besten, sie bleiben da ein paar Stunden. Je länger, desto zarter, saftiger und aromatischer ist später das Fleisch.

Wenn ihr Hunger habt, schiebt ihr die Hähnchen in die Röhre. Bei 220° etwa 30 Minuten.

In der Zeit könnt ihr den Reis kochen. Basmati passt hervorragend.

So, und wenn das alles aus dem Ofen kommt, wird Eure Bude herrlich duften. Danach nämlich:

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Guten Appetit!

Wenn Ihr gerade keinen Sitarspieler zur Hand habt, legt das hier auf: Kula Shaker – Govinda (eignet sich auch wunderbar zum Auswendiglernen und Mitträllern).

Acai-Milchreis

 

So ganz traut sich der Sommer ja nicht raus, vielleicht muss man ihn ein bisschen mit der brasilianischen Acai-Beere inspirieren.

Die habe ich neulich von “nu3 – Die Nährstoffextperten” (http://www.nu3.de/) in Pulverform zum Probieren bekommen. So sieht das aus:

Wir hatten ja vor einiger Zeit schon mal ein Rezept aus unserem Brasilienurlaub mitgebracht (hier isses), dort wird die frische, pürierte Frucht am liebsten als Sorbet gefuttert. Heute aber soll es mal eine etwas gewagtere Kombi geben: Acai mit Milchreis. Oder eher umgedreht.

Zunächst mal kurz was Allgemeines zur Beere. Sie schmeckt pur sehr gewöhnungsbedüftig, da ziemlich bitter. Wenn man sie aber mit etwas Süßem (z.B. Guaranasirup) mischt, erinnert ihr Geschmack an schwarze Johannisbeeren oder Brombeeren. Sehr voll und fruchtig. Ich streu mir gerne ein Löffelchen ins Müsli, das bekommt dann auch gleich eine super Farbe. Abgesehen vom leckeren Geschmack soll die Beere auch sehr gesund sein und verjüngend wirken. Wenn man sich die Hüpfer an der Copacabana anschaut, glaubt man das gern.

Acai wächst übrigens auf einer Palme (Euterpe oleracae), die ganz nebenbei auch die größte Quelle für Palmherzen ist. Palmherzen sind ja auch so toll, besonders mit Ananas und Mayo – aber das ist ein anderes Thema.

Tja, hierzulande kann man Acai in verschiedenen Formen bekommen (am besten ist natürlich die tiefgefrorene, pürierte Beere, aber eher schwieriger zu besorgen). Ich hab hier das Pulver vorliegen (Fine Fruits Acai Bio). Durch die Gefriertrocknung wird das Wasser entzogen, sonst wird aber nichts verändert oder hinzugegeben. Es schmeckt auch wirklich sehr ähnlich wie das frische. Und so sieht’s aus:

Also dann mal ran an den Milchreis.

Zutaten (4 Personen):

  • 200 g Milchreis
  • 800 ml Milch
  • 20 g Acai
  • 40 ml Guaranasirup (zur Not durch Honig zu ersetzen)
  • Abrieb einer Limette
  • 20 g Zucker
  • evtl. etwas Minze zum Garnieren

Milchreis und Milch auf niedriger Flamme ca. 20 Min. köcheln. Dann Acai und Guaranasirup einrühren und nochmal 10 Minuten weiterköcheln lassen. In Schälchen füllen und abkühlen lassen.

Den Zucker mit dem Limettenabrieb mischen und vor dem Servieren über den Milchreis streuen. Wer will steckt noch ein Blättchen Minze hinein.

Und hier das fertige Töpfchen:

Vielen Dank an “nu3 – Die Nährstoffexperten”, die mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt haben! 

Und eine Musikempfehlung gibt’s natürlich auch noch:
Sergio Mendes – Magdalenha

Cranberry Salad

 

Neuerdings stechen sie einem ja auch hierzulande überall leuchtend rot ins Äuglein: Cranberries. Ich kannte die süßlich-herben Zeitgenossen bisher nur von meiner Zeit im schönen Texas, als sie meine Gastmutter zubereitete, und zwar in Form des Cranberry Salads. Er wurde bervorzugt als Teil des Buffets bei schmissigen Familienfeten dargeboten. Für mich immer der Hit – und daher reichlich mit in die 14 kg eingegangen, die ich am Ende meiner Reise zusätzlich am Leibe trug.


Insgesamt braucht man das hier:

  • ca. 2 Tassen Cranberries
  • 1/4 Ananas
  • eine Hand voll Walnüsse
  • 5 EL Zucker
  • 5 Gelatineblätter
  • 500 ml Wasser

(Der Apfel auf dem Foto ist dann doch aus dem Plan gefallen, man ignoriere ihn bitte.)

Zuerst geht’s mal ans Hacken. Ananas so:

Cranberries so:

Die Walnüsse zerbricht man einfach grob mit den Fingern.

Jetzt kommt alles gemeinsam mit Zucker und Wasser in einen Topf und wird gekocht. Die Gelatine darf solange in etwas Wasser einweichen. Das Obst muss gut kochen, denn sonst zerstören die Enzyme der Ananas später die Wirkung der Gelatine. Die Hitze aber zerstört ihrerseits die Enzyme. Also immer mal wieder ein Ananasstückchen rausfischen und kosten, sie muss weich und nicht mehr sauer schmecken, dann ist sie gut. Würde 10 Min. Kochzeit empfehlen.

So, dann einfach den Topf von der Platte nehmen, die Gelatine einrühren und den “Salat” in kleine Schälchen oder eine Schüssel gießen. Kaltstellen, bis alles schön fest ist. So sieht das aus:

Einzig wahre Musikempfehlung dazu: John Mellencamp – Jack and Diane

طاجن لذيذ oder: Lamm-Tajine mit Couscous

 

Der Hamburger Sommer lässt ja trotz Sherry-Trinkerei (s.u.) immer noch auf sich warten. Da kam uns beim samstäglichen Goldbekspaziergang der Gedanke, die Sahara zumindest kulinarisch ein wenig näher zu bringen. Daher ein schönes Stück Keule vom Salzwiesenlamm erworben. Also vom Fleischer erworben. Ihr versteht schon.

Für die Tajine braucht Ihr (4 Personen):

  • 50g blanchierte (geschälte) Mandeln
  • 200g Trockenobst − ich habe Pflaumen, Datteln und Aprikosen genommen, Feigen gingen zum Beispiel auch
  • Halber Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Sesam
  • 1 kleiner Bund Koriander (oder glatte Petersilie)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150g Schalotten
  • 1 TL Harissa
  • 6 Nelken
  • 1 Stange Zimt
  • ein paar Safranfäden
  • Ca. 600g Lammfleisch, möglichst von Sehnen und Fett befreit und in Würfel geschnitten

Das Trockenobst schneidet Ihr in mundgerechte Stücke und lasst sie erstmal eine halbe Stunde in der heißen Brühe durchziehen (Julianas Lieblingswort). Danach rausfischen, aber die Brühe nicht weggießen, die brauchen wir später noch.

Die Mandeln der Länge nach halbieren und in der Pfanne rösten, danach genauso mit den Sesamsamen (cooles Wort!) verfahren. Also ohne das längs halbieren, es sei denn Ihr habt ein Mikroskop zuhause.

Die Lammwürfel scharf in Öl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Hitze reduzieren und fein gehackte Knoblauchzehe und Schalotten rein. Dann Harissa, Nelken und Zimt dazugeben, kurz mitbraten. Nun den fein gehackten Koriander (ein bisschen für die Deko aufbewahren) und die Safranfäden dazugeben. Zu guter Letzt die Brühe dazugießen, so dass das Fleisch knapp bedeckt ist.

Die Tajine ca. eine Dreiviertelstunde bei geringer Hitze köcheln lassen. Wenn die Konsistenz schön sämig ist, rein mit dem Trockenobst! Nach kurzem Aufwärmen abschmecken und schön heiß servieren, garniert mit den Mandeln, Sesamsamen und dem Rest Koriander.

Bei uns gab es als Beilage Couscous verfeinert mit Rosinen, Cashewkernen und Butter. Dazu noch Gemüse (Karotten, Kartoffeln und Dosentomaten, gewürzt mit Harissa, etwas Minze, Kreuzkümmel und gemahlenem Koriander) . Dabei haben wir den Couscous traditionell über dem kochenden Gemüse gedämpft, was aber eine Schweinerei war und geschmacklich eher begrenzten Mehrwert gebracht hat. Meine Vermutung ist, dass das am Lagerfeuer früher mal praktisch war weil man die Hitze und den Dampf des Gemüses nutzt. Aber bei Instant-Couscous aus dem Supermarkt macht das eher wenig Sinn. Also nicht nachmachen, sondern Wasserkocher nutzen. Man lernt nie aus.

Nachdem ich mein Lieblingslied aus Nordafrika schon im einem früheren Eintrag verbraten habe nun eine weitere Rai-Musikempfehlung. Na dann: هافت

Wenn die Schweiz mit der Karibik: Kochbananen-Röstis

Vor Kurzem war es wieder soweit, ein paar Kochbananen lachten uns an und machten es sich schwups in unserem Einkaufskorb gemütlich. Und das, obwohl wir schlechte Erfahrungen hinter uns haben. Am guten alten Viktualienmarkt empfahl man uns seinerzeit, die Kochbananen einfach in der Pfanne zu frittieren. Sie schmeckten nach Stärke, Staub und exotischem Fliegenmehl.

Also ein neuer Versuch. Diesmal durfte sich unsere Banane mit Zucchini vereinen. Und tatsächlich, sie hat sich unserer erwärmt und war wunderbar zart und aromatisch.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 grüne Kochbanane*
  • 1/2 Zucchini
  • 1 große Kartoffel
  • 1/4 Zwiebel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Ei
  • 1 EL Stärke
  • Butter zum Anbraten
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • Cayennepfeffer, Salz
* Es gibt wohl bei Kochbananen drei Reifestadien mit unterschiedlichen Zubereitungsarten:
grün-gelb: wie Kartoffeln zu verwenden
gelb: am besten braten, kochen, zu Pürree verarbeiten, frittieren oder backen
schwarz: Jetzt sind sie süß und gut für Nachspeisen oder Kuchen

Für die Dips:

  • 1/2 Becher Creme Fraiche
  • 1 TL Honig
  • Zimt, Kardamom, Pfeffer, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer
  • 1/2 Becher Creme Fraiche
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL gehakte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Also los. Erst mal die Zucchini reiben und dann in einem Sieb auspressen, damit sie nicht mehr so feucht ist. Danach Kartoffel, Banane reiben und Zwiebel und Frühlingszwiebel klein hacken. Jetzt alles mit den anderen Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und vermischen.

Dann eine Pfanne mit Butter erhitzen und pro Rösti einen Esslöffel von der Masse in die Pfanne geben. Mit der Löffelrückseite könnt ihr sie schön platt drücken. Von jeder Seite bei mittlerer Hitze ca. 3  Min. rösten.

Tja und die Dips sind ganz einfach. Creme Fraiche mit den Zutaten mischen und mit den Gewürzen abschmecken.

Und mit dieser Musikempfehlung kommt sogar ohne Bananen Südseestimmung auf: Buena Vista Social Club – Chan Chan

PS: Von meiner puertoricanisch-texanischen Gastmutter wurden mir oft hervorragende “Kochbananen-Fladen” vorgesetzt. Sie wurden frittiert und schmeckten erst, nachdem man sie drei oder viermal heruntergewürgt hat und sich an den Geschmack gewöhnt hat. Dann waren sie aber ein Gedicht. Wenn jemand ein ähnliches Rezept kennt – bitte bitte an mich :)

 

Cooles Gulasch mit Spitzen-Spätzle

Willkommen beim allerersten Eintrag in der neuen Disse mit eigener Domain und Schnickschnack. Viel Spaß!

Bevor hier endgültig der Frühling einzieht, noch mal ein bisschen Soulfood. Zwar ist das Gulasch meiner Oma immer noch das beste, aber das hier ist auch nicht zu verachten.

Zutaten für das Gulasch (4 Personen):

  • 500 g Rindergulasch
  • 1 gehackte  Zwiebel
  • 1 Aubergine
  • 1 Packung  Suppengemüse
  • 1 Dose Tomaten (laut FAS sind die von Ja! ganz besonders gut)
  • evtl. Shiitakepilze
  • 400 ml Rinderfond
  • 250 ml Rotwein
  • 1 Lorbeerblatt, 4 Wacholderbeeren, 1 Zweig Rosmarin, 3 Stängel Petersilie

Erst mal wird das Fleisch von Sehnen und Fett befreit und in etwas Öl von allen Seiten scharf angebraten. Dann kommt das kleingeschnipselte Suppengemüse und die Zwiebel dazu. Parallel wird die Aubergine in kleine Würfel geschnitten und in einer Pfanne angebraten, bis sie nicht mehr bitter schmeckt. Dann das Gulasch mit dem Wein ablöschen und die Aubergine und die Tomaten dazu schmeißen. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr jetzt auch Shiitakepilze mit rein geben, schmeckt ganz lecker. Nun kommen der Rinderfond und die Gewürze mit dazu. So. Jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles auf kleiner Flamme 2-3 Stunden gluckern lassen.

Für die Spätzle braucht man:

  • 4 Eier
  • 400 g Mehl
  • 200-250 ml Wasser
  • Salz
Alles wird in einer Schüssel vermischt. Traditionalisten nehmen die Hände, meinereins einen Rührlöffel mit Loch. Schlagen bis der Teig Blasen wirft.
So, und jetzt schaut ihr euch bitte mal dieses Video an, mehr kann man nämlich zur Spätzleproduktion nicht sagen: Frau Lutz macht Spätzle

Und so sah das Ganze bei uns aus, original mit vietnamesischem Hackebeil:

 

Wenn Ihr die Spätzle aus dem Topf fischt, solltet ihr sie unbedingt kurz in Eiswasser schmeißen.

Bis das Gulasch fertig ist, kann man die Spätzle wunderbar auf einem Blech bei 50° im Ofen aufbewahren. Evtl. etwas Öl drüber geben.

Jetzt lasst es euch schmecken. Und legt Mumford & Sons – Sign no more auf.

Rosenkohl mit Nüssen und Früchten

Heute gab es den guten alten Rosenkohl mal etwas abgewandelt. Mit getrockneten Früchten, Curry und Nüssen.

Was ihr braucht:

  • 1 Sack Rosenkohl
  • 3 Möhren
  • 3 EL getrocknete Cranberries
  • 3 EL getrocknete Pflaumen
  • 2 EL Rosinen (vorzugsweise in Rum eingelegt)
  • 3 EL Mandelstifte
  • 4 EL Walnüsse
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 100 ml Sahne
  • 5 EL Honig
  • Olivenöl
  • Curry, Zimt, Koriander, Chilipulver, Pfeffer, Salz

Zunächst müsst ihr jedes Rosenköhlchen waschen, Stiel und äußere Haut entfernen und vierteilen. Dann gebt ihr alles in eine große Pfanne, schüttet ca. 50 ml Wasser dazu und lasst den Kohl losdünsten.

Während das blubbert, Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Möhren in einem kleinen Topf in Olivenöl anbraten und – wenn sie schon etwas weicher sind – 1 EL Curry und 2 EL Honig dazugeben. Alles mit zum Rosenkohl geben. Sobald das Wasser vedunstet ist, ordentlich Olivenöl zum Rosenkohl gießen.

Nun die Nüsse in den Topf geben und auch in etwas Öl anbraten. Zum Schluss noch den Knoblauch kleinhacken und kurz mit anbraten. Dann geht auch das mit zum Rosenkohl – gemeinsam mit den Trockenfrüchten. Jetzt mit den restlichen Gewürzen abschmecken. Tipp: Lieber zu viel würzen, als zu wenig.

Ganz zum Schluss wird die Sahne drüber gegossen. Alles noch kurz durchziehen lassen, fertig.

Dazu sollte man hören: Zina – Raina Rai

Menü: Walnuss-Ravioli, Schweinebraten und Grapefruit-Sorbet

 

Gestern war’s mal wieder soweit, es galt eine hungrige Kollegenmeute zu füttern. Da wir den Deichkindern mal etwas bayrisches Kulturgut übermitteln wollten, stand der gute alte Schweinsbraten um Zentrum des Geschehens. Ihm geschah auch tatsächlich ganz schön viel, aber dazu später. Erst mal gibt’s das Vorspeisenrezept. Leider ohne Foto, dazu waren wir zu gierig und viel zu aufgeregt. Wir waren zu siebt, aber ich rechne mal die Mengenangaben für vier Personen um.

Die Vorspeise: Salat mit Walnuss-Ravioli

Zutaten:

  • 200 g Mehl
  • 2 Eier
  • 50 g Walnüsse
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Zwiebel
  • 3 Stängel Petersilie
  • 1 EL Butter
  • 150 g Ricotta
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • gemischten Salat
  • Orangenreduktion (Rezept gibt’s hier)

Zunächst Mehl und Eier zu einem Teig kneten und diesen eine Stunde in Frischhaltefolie eingewickelt kalt stellen.

Für die Füllung werden die Walnüsse in der Pfanne angebrutzelt und dann zermörsert. Zwiebel und Knobi ganz klein hacken und in der Butter anbräunen. Nun auch die Petersilie klein hacken und den ganzen Kladderadatsch mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Dann Teig ausrollen und ordentlich Ravioli produzieren. Die Menge hier reichte bei uns für 35 Ravioli. Wenn sie fertig sind, werden sie in kochendes Wasser geschmissen und dürfen da so fünf Minuten rumblubbern. In der Zeit schon mal den Salat anrichten und dann die leckeren Ravioli darauf drapieren. Mit der Orangenreduktion übertröpfeln.

Dazu gab’s natürlich einen Frankenwein. Dieser hier ist sehr zu empfehlen:

Der Hauptgang: Schweinebraten mit Biersoße und Semmelknödeln

So, nun zum Star des Abends.

Ihr braucht für den Braten:
  • 1 kg Bio-Schweinebraten (Schwarte lasst ihr am besten schon in Rautenform schneiden)
  • Kümmel, Salz (grob), Pfeffer
  • 2 Zwiebeln
  • 1 große Karotte
  • 1/4 Knollensellerie
  • 1/2 Stange Lauch
  • 0,5 l dunkles Bier (natürlich aus Bayern!)
  • 1 l Fleischbrühe
Und für die Knödel:
  • 330 g Brot
  • 2 Eier
  • 150 ml lauwarme Milch
  • 1 mittelgroße kleingehackte Zwiebel
  •  gehackte Petersilie
  •  und unsere berühmte Kombi Salz, Pfeffer, Muskat
Für den Rotkohl:
  • 1 Glas Rotkohl
  • 20 g Butter
  • 4 EL Johannisbeergelee
  • 1 geriebener Apfel
  • 1/2 Zwiebel
  • Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 10 ml Rotwein
  • Salz, Pfeffer

Erst mal den Ofen auf 175° vorheizen. Jetzt die Schwarte vom Schweini mit viel Salz, Kümmel und Pfeffer einreiben. Den ganzen Eumel mit der Schwarte nach oben in einen Bräter geben, mit einem halben Liter Fleischbrühe übergießen und für eine Stunde in die Röhre schieben.

Die Zwiebeln achteln und Karotten, Sellerie und Lauch grob würfeln. Alles zum Braten geben und selbigen mit 1 l Brühe, wieder kochend, übergießen. Jetzt darf alle für zwei Stunden in den Ofen. Immer mal wieder Bratensaft über das Fleisch geben. Eine halbe Stunde vor Garzeitende das Bier über den Braten gießen und die Temperatur auf 220° Oberhitze hochfahren.

Madame Claire hat ganz zum Schluss auch noch den Grill vom Ofen angeschmissen. Wenig später ertönte ein grelles Quieken. Es war nicht etwa ein Schweinezombi. Nein nein, Clairchen hatte nur gerade die verbrannte Schwarte entdeckt und auch gleich vor Schreck mal den ganzen Bräter fallen gelassen. So hatten wir  keine Kruste und ziemlich wenig Soße. Aber die war sehr sehr lecker. Ein Tipp also: Passt mit der Temperatur auf!

Für die Knödel übergießt ihr das Bot mit der Milch und mischt alles gut mit den Händen durch. Dann gebt ihr die Petersilie, die Zwiebeln und die Eier dazu. Würzen und kurz liegen lassen. Dann mit nassen Händen ca. sechs Knödel formen. Die Guten in kochendes Wasser schmeißen und dann in leicht sprudelndem Wasser ziehen lassen. Nehmt nicht Euren kleinsten Topf, sie sollen ohne Platzangst schwimmen können. Nach 20 Minuten könnt ihr die Knödel mit einer Schöpfkelle herausfischen.

Der Rotkohl geht auch sehr einfach. Gut, wir haben ihn ja auch nicht ganz selbst gemacht, sondern einen aus dem Glas als Basis genommen. Ihr spickt die Zwiebel erst mal mit Nelken. So nämlich:

Dann schmeißt Ihr alle Zutaten zusammen und lasst den Kohl mindesten 45 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln.

Das Dessert: Grapefruit-Campari-Sorbet

Nach dieser Wucht braucht man was Fruchtiges, am besten auch Alkohol. Beides ist in dieser Nachspeise reichlich vorhanden.

 

Ihr kocht 200 g Zucker mit 300 ml Wasser auf, so dass sich der Zucker auflöst. Dann den Sirup 10 Minuten auskühlen lassen und den Saft von 3 Grapefruits und 50 ml Campari dazurühren.

Alles in eine flache Schale gießen und für 4 Stunden in die Tiefkühltruhe stellen. Alle 30 Minuten mit einer Gabel umrühren.

Dazu bitte hören: irgendwas von La Brass Banda.