Frühstücksküsschen: Blaubeer- und Pfirsichkuchen

Mindestens genauso toll wie ein Wort mit drei Üs ist dieser kleine Backblechschmaus. Schon allein seinetwegen habe ich fast immer eine Rolle Blätterteig zu Hause.

Also, Blätterteig auslegen, er soll sich auf dem Blech ein paar Minuten entspannen und auf Raumtemperatur kommen. Währenddessen lässt sich der Kühlschrank nach passenden Zutaten durchsuchen. Es lohnt sich, Verwegenes auszuprobieren – das Schadensrisiko ist ja begrenzt. Meine Version hier ist weniger verwegen, hat sich aber trotzdem als fein erwiesen. Dazu Blaubeeren auf die eine Seite, Pfirsichscheiben auf die andere. Über die Blaubeeren Walnüsse und reichlich Puderzucker streuen. Über die Pfirsiche Ziegenkäse, Hönig, und was man so an Kräutern da hat – Rosmarin, Thymian, Oregano…Ich bevorzuge immer nur jeweils eine Kräutersorte, aber ist Geschmacksache. Schließlich über alles kleine Creme Fraiche Flöckchen tupfen.

Jetzt bei 180° für 20 Minuten in den Ofen.

Kurz vor dem Servieren die Blaubeeren noch mal kräftig einpudern.

Musikbegleitung: Feist – Inside & Out

Karottensuppe am fünfzigsten tach

 

trendfarbe orange: möhren, orangensaft teils frisch gepresst, etwas chili (wichtig: orange!). und noch 1-2 kartoffeln fürs cremige, 1-2 zwiebeln, ein bisschen ingwer, koblauch und brühe. das ganze einfach köcheln lassen und dann pürieren.

dazu passt eine frische pfingst-guacamole mit avocado, limette und petersilie, sowie ein klecks joghurt. plus natürlich etwas selbstgebackenes brot.

schmeckt am besten auf der frisch abgeschliffenen und eingeölten tischplatte mit don’t worry von der about group.

 

Funkelnde Verschlürfungen in Paris


La Marine, 55 quai de Valmy


Da weiß man gar nicht, wo man zuerst hingucken soll: Auf den äußerst gelassenen Canal Saint-Martin, das nebulöse Paar am Nebentisch, den neiderregenden Kachelboden oder auf die wahnsinnigen Meeresergüsse auf dem Teller. Mit solchen Entscheidungen könnte ich mich allzeit herumquälen.

Kirschragout mit Auberginen

Frei nach einem leckeren Rezept von Herrn Mälzer. Das Interessante: In Ermangelung von Leber wurde jene durch Aubergine ersetzt und, siehe da, es ergab sich eine verblüffende geschmackliche Ähnlichkeit. Probier’s aus, wenn du mir nicht glaubst.

Für das Ragout 2 Zwiebeln und ein gutes Stück Ingwer kleinschnibbeln und in Olivenöl anbraten. Mit 200 ml Gemüsebrühe ablöschen. Dann ein Glas Kirschen abtropfen lassen und die süßen Kleinen mit ein paar Trauben in die Zwiebelsoße schubsen. Pfeffern und einkochen lassen.

Eine Aubergine in Scheiben schneiden, auf Küchenkrepp legen und salzen. Warten. Aptupfen, wenden und das Gleiche noch mal. Wenn das ganze böse bittere Wasser rausgezogen ist, dürfen die Scheiben zu Streifen werden und in Ölivenöl ordentlich heiß brutzeln. Bis sie schön braun sind.

Kartoffelbrei kochen. Mälzer rührt etwas Mascarpone unter, ist auch ganz lecker.

Dann alles schön anrichten und Babyshambles mit Here she goes auflegen.

Tarte Tatin mit Ziegenkäseschaum

Das hier ist total einfach, kann aber Eindruck machen – falls sich der Gast z.B. von oben bis unten mit Ziegenschäumchen vollspritzt.

Für die Tarte:

Von einer Pfanne den Griff abschrauben. Jetzt in eben dieser Pfanne Zucker mit Butter karamelisieren. Dann jede Menge Apfelscheiben dazu. Bisschen warten, und Nüsse, Rumrosinen und Vanille rein. Über alles einen Blätterteig legen (schön an den Rändern abdichten). Dann ab damit in den Ofen. Ca. 20 Minuten bei 180°. Rausholen und auf einen großen flachen Teller stürzen.

Ziegenkäseschaum:

250 g Ziegenfrischkäse mit 125 g saurer Sahne, 100 g Schlagsahne,
1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer in einen Siphon geben. Mit einer (!) Patrone laden, schütteln und lossprühen. Alternativ einfach mit dem guten alten Rührgerät aufschäumen.

Und ich komm um diese Lied-Empfehlung nicht herum: Elvis Costello – Tart (leider nicht bei youtube, müsst ihr simfyen. Oder so. Oder plattenladen. Oder vorbeikommen)

 

Urlaubsbrise: Pasta mit Garnelen

Als erstes Rezept auf diesem feinen Blog muss natürlich was meeresfruchtiges her. Und noch dazu eins meiner Lieblingsgerichte. Es schmeckt ganz herrlich nach Urlaub. Hab’s leider nicht erfunden, kommt vom lieben Jamie Oliver.

Für 2 Personen:

Zunächst Bavette aufsetzen. In einem anderen großen Topf Olivenöl erhitzen. Zwei handvoll Garnelen dazu – mit allem Drum und Dran, ganz wichtig. Dann zwei Knoblauchzehen, 1/2 Zwiebel, ein Bund Petersilie und 1-2 Chilis hacken und dazu geben. 2-3 Tomaten würfeln und auch rein. Richtig gut rühren und ruhig mal bisschen auf den Garnelen rumklopfen. Der Geschmack sitzt im Kopf und soll ins Sößchen  wandern. Saft von einer Zitrone dazu. Jetzt sollte es schon schön duften, fehlt nur noch etwas Salz und Pfeffer. Die nicht ganz fertig gekochten Bavette abgießen und mit zu der Garnelengeschichte geben. Frisch servieren und mit Petersilie garnieren.

Das beste Lied dazu: Joaquín Rodrigo: Concierto Aranguez – Allegro Gentile

Hier wird getanzt

Die Tanzfläche ist das Herz jeder Krabbendisco. Wenn’s so richtig brutzelt und der DJ an den Herdplatten dreht, schwingt ein jeder die Scheren.